iParts

iParts – Automatische Pläne von komplexen Bauteilen
Von Einzelplattenauszügen bei Elementdecken weiß man, dass aus einem Übersichtsplan automatisch die Schal- und Bewehrungspläne für die einzelnen Fertigteile erzeugt werden. Warum also nicht ein ganzes Gebäude modellieren, ganz oder teilweise aus Fertigteilen konstruieren, um sich dann die Werkpläne automatisch generieren zu lassen?

Genau dies leisten iParts, gleichgültig wie ein Bauteil aussieht, bzw. konstruiert ist, iParts erzeugen automatisch Pläne. Es stellt sich allerdings die Frage, wie sollen Automatismen in der Lage sein baureife Pläne zu erzeugen, und wie flexibel kann man auf Anpassungen reagieren?

Höchste Flexibilität durch CAD im CAD

Die Technologie die hinter den iParts steckt leistet auch diese Flexibilität. Hat man ein Gebäude mit seinen Bauteilen komplett in 3D vorliegen, bekommt man für ein Bauteil auf Knopfdruck einen Plan, den sogenannten Elementplan. Er enthält alles was ein baureifer Plan enthalten muss: Ansichten, Schnitte, Maßketten.

Man hat jetzt einen quasi „2D Plan“ vor sich und kann diesen bearbeiten so wie man es jeder CAD-Mitarbeiter gewohnt ist. Der Automatismus liefert zunächst einen „lesbaren“ Plan, je komplexer die Teile jedoch werden wird man diesen ergänzen und überarbeiten müssen. Jetzt stellt sich natürlich sofort die Frage was mit diesen Änderungen oder Ergänzungen passiert. Status der meisten Programme ist, dass wenn man einmal 3D verlässt, es aus dem Plan keinen Rückweg mehr zum Modell gibt. Mit ein Grund warum sich 3D in der Ausführungsplan bislang nicht durchgesetzt hat.

Dieses Problem ist mit der Elementplan -Technologie gelöst. Gleichgültig wo man arbeitet, im Modell oder im Elementplan, die Informationen werden gleichzeitig in jeder Darstellung mitgeführt. Es ist also keine Einbahnstraße sondern man kann in beiden Richtungen arbeiten. Üblicherweise konstruieren unsere Kunden so die Bewehrungspläne.


Konstruieren in Schnitten und Ansichten – hybride Arbeitsweise

Eine Biegeform wird vorzugsweise dort konstruiert oder verlegt wo dies von der Geometrie her am besten ist. Beispielsweise ein Bügel im Schnitt, und die Verlegung in der Ansicht, und dabei legt man fest wie der Bügelkorb im Plan dargestellt werden soll. Genauso funktioniert die Konstruktion des 3D Bewehrungskorbes. Dabei kann man beliebig viele Ansichten und Schnitten aufziehen, und darin arbeiten, denn das Programm übernimmt die schlüssige und konsistente Darstellung und Modellierung. So werden auch Änderungen, nicht nur bequem, sondern vor allem auch sicher und vollständig durchgeführt. Der Bewehrungskorb wird auf Kollisionen geprüft, und man erkennt leicht ob die Konstruktion auch herstellbar ist, dazu kommt die perfekte, wie gewohnte Darstellung im Plan.

Automatische Pläne mit individuellen Planlayouts

Um für alle Arten von Bauteilen optimale Planlayouts zu bekommen erstellt man mit einem graphischen Layout Editor entsprechende Vorlagen. Ein Planlayout mit Schnitten, Ansichten, Maßketten, Beschriftung, Legenden und Stempelfeld ist schnell, intuitiv und einfach zu erstellen. Mit dieser nur einmal notwendigen Vorbereitung hat man die Gewähr, dass man gleichartige, lesbare und bauspezifische Pläne erhält.


Qualitätsrichtlinien einfach eingeführt

Mit diesem graphischen Layouter hat man ein ideales Werkzeug um einen einheitlichen Qualitätsstandard sicherzustellen. Die Mitarbeiter wenden diese Vorlagen wie selbstverständlich an, und müssen sich um viele formale und auch inhaltliche Dinge überhaupt nicht mehr kümmern. Beispielsweise kann eine Tabelle mit den wesentlichen Werten eines Fertigteils wie Volumen, Gewicht, Stückzahl etc., automatisch erstellt und ins Stempelfeld eingetragen werden. Zeitaufwendige Nacharbeiten von Stücklisten und Schriftfelder entfallen vollständig und die automatisch generierten Mengen können an jedes ERP System ohne zusätzlichen Aufwand weitergeleitet werden.

Intelligente Anschlüsse und das flexibel

Das Programm hat einen Vorrat an voll parametrisierten Knoten. Passen die Verbindungstypen, so genügt ein Anklicken der Fertigteile, z.B. Stütze, Binder und schon ist der Knoten perfekt durchgebildet. Grenzen sind bei solchen Ansätzen immer durch die Parameter und die Art der Typen gesetzt, so dass man zusätzlich ein flexibles wie einfach anwendbares Verfahren benötigt. Wir nennen diese Methode „dynamisches Modellieren“. Man konstruiert sich aus einzelnen Einbauteilen, Bewehrung, Verdrängungskörper etc. eine Verbindung. Diese flexible Verbindung kann dann in einem Katalog für das Büro, das Projekt oder als genereller Standard abgespeichert werden und bietet dann alle vorgenannten Vorteile, nur eben flexibel. Diese Gruppe betrifft genau die zwei Fertigteile die verbunden werden sollen. Ein klassisches Beispiel wäre ein Träger auf den Nebenträger aufgelegt werden sollen.
Die Grundkonstruktion ist gemacht und es geht jetzt darum am Knoten die Details wie eine Tasche oder hochgezogenes Auflager zu konstruieren. Genau diese Arbeitsschritte entfallen, denn die Einbauteilegruppe schneiden sich in die Fertigteile ein und lösen dies automatisch.

Wenn modellieren zu kompliziert wird

Denkt man an einen Satteldachbinder und den Verlauf des Querschnitts über die Länge, so hat man einen richtig komplizierten Körper zu modellieren. Es ist auch für eingefleischte 3D Freaks offensichtlich, dass man hier mit einer 2D Zeichnung für den Schalplan einfach schneller ist. Dank iParts kann man jetzt die Vorteile klassischer 2D und 3D Funktionen miteinander vereinbaren. Man zeichnet sich die Ansicht einfach auf. Definiert mit jeweils drei Klicks die Ebenen und zieht somit automatisch den Grundriss in die dritte Dimension hoch, das iPart ist definiert und wird lagerichtig im Gebäude platziert. Kaum Mehraufwand gegenüber 2D, jedoch mit sämtlichen Vorteilen aus 3D.

Fazit

Die iParts, mit all den Funktionen und Verfahren die dahinterstecken, verkörpern eine neue Art zu planen. In Verbindung mit dem „Elementplan“ ermöglichen sie in idealer Weise bisherige Arbeitstechniken in 2D mit dem 3D Modellieren zu kombinieren. Als Ergebnisse erhält man neben perfekten, hochautomatisiert hergestellten Plänen auch Resultate wie Mengen und Stücklisten. Ihre Chance von 2D zu 3D oder wie ein Kunde sagte: „So macht 3D Spaß!“
 
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