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Video Allplan 2018 – Engineering Rebar

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Mit Allplan Engineering 2018 können Sie jetzt auch die Bewehrung doppelt gekrümmter Tragwerke mit veränderlichem Querschnitt wie z.B. bei Brückenkonstruktionen innerhalb kürzester Zeit komfortable und BIM-konform als 3D-Modell erzeugen. Die Bewehrung wird dabei in unterschiedlichen Querschnitten definiert und die Übergänge zwischen den Querschnitten mit verschiedenen Pfaden beschrieben. Zusätzlich können diverse Regeln hinterlegt werden, beispielsweise wie die Bewehrungsstöße ausgeführt werden sollen. Anhand dieser Informationen generiert die Software das Bewehrungsmodell automatisch.

Arbeitsweise Bewehrung Kopieren – neue assoziativen Ansichten und Schnitte

Allplan CAD Lösung

Situation:
Ihr arbeitet noch mit der Zeichnungsstruktur und 2D Grundrissen und fügt dann die 3D-Bewehrung ein. Diese Vorgehensweise ist aus der Vergangenheit und scheint zunächst schneller als mit der Bauwerkstruktur in 3D zu arbeiten. Die Tatsache, dass in Allplan 2017 die Bewehrung zwar von einem Geschoss zum anderen kopiert werden kann, jedoch nicht die Beschriftung und Angaben dazu, ist jedoch eine Hürde!

ACHTUNG : Upgrade auf Allplan 2017:

Beim Upgrade von 2016 (oder älter) nach 2017 ändern sich Ihre Daten! Wir empfehlen – im Fall von laufenden Projekten – eine parallele Installation der 2017. Wenn Sie sich unsicher sind was das für Sie bedeutet, rufen Sie uns bitte an unter 0711-90099-0.

Entscheidend ist, dass es seit der Version 2017 die „alten“ Ansichten und Schnitte nicht mehr gibt und sich die Arbeitsweise dadurch entscheidend ändert. Siehe auch www.allplan-connect.com :

allplan-2017-meldung-connect

allplan-2017-meldung-connect

Denn im Vergleich sind die neuen Assoziativen Ansichten und Schnitte nur Abbilder (wie vergleichsweise ein „einzigartiges“ Photo). Diese werden dann beschriftet und sollen eigentlich nicht kopiert werden, da Sie ja abgeleitet und verknüpft sind. Das bedeutet auch, dass die Arbeit in der Zeichnungsstruktur nur noch bedingt Sinn macht und das die Schalpläne auch in 3D erstellt werden sollten.

Lösung beim Kopieren:
Ihr könnt über den Projekt-Pilot auch verknüpfte Teilbilder (Dokumente) einzeln kopieren, was bedeutet ein Teilbild mit der Bewehrung kann einfach auf ein anderes Teilbild (Geschoß) kopiert werden. Besonderheit beim Arbeiten in 3D:
Da die kopierte Bewehrung nun aber dann in der Höhe noch verschoben werden muss, geht dabei das Layout als die Verlegebeschriftung und Angaben verloren. Das Layout bleibt Euch aber erhalten, wenn man dabei folgendermaßen vorgeht:

Beispiel:
Bewehrung wird vom EG ins OG kopiert.
EG (TB 31-34) ist fertig. Im OG sind nur die Modelldaten vorhanden (TB 36-37)

Bewehrung kopieren

Bewehrung kopieren

Schritte für Bewehrung Kopieren

  • TB 33 (Schalung EG) wird über den Pojekt-Pilot auf TB 38 kopiert.
  • Die Schnitte auf TB 38 werden an das OG angepasst. d.h. die Höhen der Schnitte werden so definiert, dass das komplette EG und OG innerhalb der Schnitte liegt (0.00 bis 5,60)
  • TB 34 (Bewehrung EG) wird auf TB 39 kopiert.
  • Auf TB 39 wird die Bewehrung in der Höhe verschoben (z=2,70)
  • Auf TB 38 wird die noch vorhandene Referenz zu TB 34 entfernt.
  • Beschriftungstext auf TB 39 muss noch angepasst, bzw. verschoben werden.

PS.: Wenn es nur um die Flächenbewehrung einer Decke geht, also eine Deckenuntersicht oder Deckendraufsicht, muss evtl. nicht so viel angepasst werden.
Wie kann ich die Daten aus dem Modul Ansichten und Schnitte ab Allplan 2017 weiter verwenden?

Antwort: Wandlung der Daten in Version 2017
Die Daten mit Ansichten und Schnitte aus den Versionen bis Version 2016 werden automatisch beim ersten Öffnen des Projektes oder beim ersten Öffnen von *.ndw Dateien gewandelt.

Das Planlayout der Schal- bzw. Bewehrungspläne bleibt erhalten!
Das 3D-Modell der Bewehrung bleibt erhalten!
Der Schalkörper wird in einen 3D-Körper gewandelt.
Die Ansichten und Schnitte (und auch die darin dargestellte Bewehrung) werden in 2-D-Konstruktionen und Texte gewandelt

Weitere Bearbeitung der Daten:
Da aus dem alten Schalkörper ein 3D-Körper (Hilfskonstruktion) wird und die Bewehrung als 3D Modell sowieso erhalten bleibt, ist es nach der Wandlung des Teilbildes möglich, aus diesen Modelldaten wieder neue, assoziative Ansichten und Schnitte abzuleiten. Dazu müssen dem 3D-Körper der Schalung allerdings vorher „normale“ Formateigenschaften zugewiesen
werden, da aus einem Hilfskonstruktionskörper keine assoziativen Ansichten und Schnitte abgeleitet werden können! Die Bewehrung kann weiter verlegt, modifiziert und beschriftet werden. Auszüge, Stablegenden oder Reports werden wie bisher erzeugt

Ich hoffe wir konnten  Euch weiterhelfen, für weitere Fragen oder auch Bestellungen könnt Ihr Euch selbstverständlich gerne wieder an uns wenden.

Viel Spass mit Allplan wünscht Euch Dipl.-Ing. (FH) Frank Will

Allplan – einfach bewehrt

FAQ Allplan 2016
Allplan - einfach bewehrt

Allplan – einfach bewehrt

A (rchitekt) / beton / bewehrt / bauen

Download Allplan - einfach bewehrt (529 Downloads)

Ich hoffe, mit diesen Informationen  konnte ich Euch weiterhelfen, für weitere Fragen oder auch Bestellungen könnt Ihr Euch selbstverständlich gerne wieder an uns wenden.Viel Spass mit Allplan wünscht Euch

Dipl.-Ing. (FH) Frank Will

Dreibrückenprojekt Nijmegen, Niederlande – Marcel Linderman, Witteveen + Bos

Wie nachhaltiger und zukunftsweisender Hochwasserschutz aussieht, machen uns die Niederländer in Nijmegen eindrucksvoll vor. Dort, gleich hinter der deutschen Grenze am Niederrhein, ist Europas größtes Hochwasserschutzprojekt im Bau. „Ruimte voor de Waal“ heißt es und soll, wie der Name sagt, dem größten niederländischen Fluss, der Waal, mehr Raum geben. Für die Waal wird hinter dem rechten Ufer ein zweites, ebenso breites und vier Kilometer langes Flussbett gegraben.

copyright by Witteveen+Bos

copyright by Witteveen+Bos

Ein Teil des Vorortes Lent wird so zur Insel zwischen zwei Waalarmen und durch drei Brücken mit beiden Waal ufern verbunden. Den Stadtplanern geht es vor allem um einen besseren Überfl utungsschutz: Durch die Änderung des Flusslaufs und den Bau eines Seitenarms werden künftige Hochwasserspitzen um 34 cm gesenkt. Trotzdem ist es gelungen, aus der Pfl ichtaufgabe ein reizvolles Projekt zur Stadtentwicklung zu machen. Auf der gut 2,5 Kilometer langen entstehenden Flussinsel werden neben ökologisch wertvollen Auengebieten auch Erholungs und Freizeitbereiche sowie Wohnhäuser auf Plateaus errichtet. Um das Projekt verwirklichen zu können, sind umfangreiche Eingriffe in die städtische Infrastruktur vonnöten. Die heutige WaalBrücke wird um mehrere 100 Meter verlängert, um den neuen 200 Meter breiten Seitenarm zu überspannen. Darüber hinaus werden zwei neue Brücken gebaut: Die Zitadellen-Brücke verbindet das Festland mit dem westlichen Teil der Insel – hier entsteht ein neues Stadtviertel, die Zitadelle. Die Promenaden-Brücke wird das Festland mit dem mittleren Teil der Insel verbinden. Hier sind hübsche Promenaden geplant, ein kleiner Yachthafen sowie Wohnund Geschäftsgebäude. Für die verantwortlichen Ingenieure von Witteveen + Bos ist ein Brücken bau in diesem Ausmaß eine große Herausforderung, zumal auch der Zeitplan von Anfang an eng gesteckt war. Die ersten Planungen wurden im Jahr 2011 begonnen, bis 2015 sollen die drei tonnenschweren Brücken stehen. Ein so großes Projekt in enorm kurzer Zeit fehlerfrei zu planen, das kann – darin waren sich die niederländischen Ingenieure einige – nur mit sehr harter Arbeit und modernsten Mitteln gelingen: Mit Building Information Modeling (BIM) als effizienter Planungsmethode – und mit Allplan Ingenieurbau als dem richtigen Werkzeug dazu. Das BIMSystem zur dreidimensionalen Schal- und Bewehrungsplanung ermöglicht dem Team von zehn Konstrukteuren und zehn Ingenieuren die integrierte Arbeitsweise an einem virtuellen Tragwerksmodell. In Verbindung mit dem Workgroup Manager kann das Projektteam teils gleichzeitig an einem Gebäudemodell arbeiten und die verschiedenen Planungsschritte genau aufeinander abstimmen. „Wir müssen hunderte Pläne für sämtliche Bauwerke erstellen – und das alles in kürzester Zeit“, so Marcel Linderman, Projektleiter bei Witteveen + Bos. „Das schaffen wir nur, weil wir mit Allplan von Beginn an effektiv arbeiten können. Dank der integrierten Planung sind wir in der Lage, sämtliche Dokumente nicht nur rechtzeitig, sondern darüber hinaus noch fehlerfrei zu liefern.“

Weil alle Bauwerkstrukturen von Anfang an im Gebäudemodell konstruiert werden, können auch die Planungspartner alle Baukörper bis ins Detail verstehen – auch solche mit ungewöhnlichen Formen, wie sie etwa bei der Verlängerung der Waal-Brücke vorkamen. Die Brücke weist hauptsächlich runde Strukturen auf, bei denen sich die Abmessungen und Lage von Stabstählen entsprechend aufwendig gestalten. Dank Allplan lassen sich auch diese Baukörper schnell und exakt bewehren: Die Schalkanten der Konstruktion werden automatisch aus dem Modell übernommen und bilden den Bezugspunkt für die räumliche Anordnung der Bewehrung. Das BIM-Modell ist auch deshalb von großem Vorteil, weil sich daraus alle notwendigen Informationen direkt und stimmig ableiten lassen. Das betrifft nicht nur Schal- und Bewehrungspläne mit Grundrissen, Ansichten und Schnitten, sondern auch Auswertungen wie Stahl- und Biegelisten oder die Volumina an Transportbeton, die sich über die Mengenermittlung gleichfalls automatisch generieren ließen. Bei der Massenermittlung von Beton-Kubaturen oder Schalungsflächen bewährt sich diese Vorgehensweise besonders, schließlich gilt es hier große Stabdurchmesser in komplexer Schalgeometrie einzubauen. Allplan Ingenieurbau ermöglicht den Planern aber auch ein Round-Trip Engineering vom Gebäudemodell zur statischen Berechnung mit Scia Engineer und wieder zurück. Bauteilobjekte aus Allplan werden dazu an das Berechnungssystem übergeben, in mehreren Durchgängen optimiert und wieder an Allplan zurückgespielt. So berechnen die Ingenieure auch die zum Teil extrem dünnen Betonschalen einfach und sicher. Weil das statische System immer mit den entsprechenden Allplan Bauteilen gekoppelt bleibt, bleibt zudem auch die Konsistenz der Daten auf beiden Seiten sichergestellt. Das traditionsreiche Ingenieurbüro Witteveen + Bos wurde 1946 in Deventer gegründet und beschäftigt heute über 900 Mitarbeiter. Das Aufgabenspektrum von Witteveen + Bos umfasst sämtliche Bereiche des konstruktiven Ingenieurbaus.

Schwerpunkt:
Ingenieurbau
Eingesetzte Software:
Allplan Ingenieurbau
Allplan Workgroup Manager
Allplan Brückenbau-Modellierer
Scia Engineer
Projektdaten:
Bauherr: Rijkswaterstaat Nederland mit der Gemeinde Nijmegen
Ausführung in Zusammenarbeit mit Generalunternehmer I-Lent
Planungsbeginn: 2011
Baubeginn: 2012
Fertigstellung: 2015