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SKY-Tower, Bietigheim-Bissingen – Architektur und Stadtplanung KMB, Ludwigsburg

copyright by Architektur und Stadtplanung, KMB

Es ist eines der höchsten Bauprojekte, welche die Stadt Bietigheim-Bissingen je gesehen hat: das Wohn- und Geschäftshaus „SKY“. 18 Geschosse wird das Gebäude umfassen und damit das Gros der Bebauung der an Neckar und Enz gelegenen großen Kreisstadt um Längen überragen. Dass es überhaupt zu diesem gewaltigen Bauvorhaben gekommen ist, das mit 67 Metern Höhe seinem Namen alle Ehre machen wird, überraschte selbst die Planer des verantwortlichen Ludwigsburger Architekturbüros KMB ein wenig. Anfänglich waren nämlich die Wünsche des Bauherrn, der Bietigheimer Wohnbau GmbH, noch sehr viel kleiner ausgefallen.

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2007 hatte die Stadt das Güterbahnhofsgelände zwischen Carl-Benz-, Bahnhofsstraße und Bahngleisen für 940.000 Euro vom Bund erworben. Die Vermarktung des Areals erwies sich zunächst als schwierig, weshalb Oberbürgermeister Jürgen Kessing dort den Bau eines Solitärs mit attraktivem Wiedererkennungswert anregte. So beauftragte die Bietigheimer Wohnbau
GmbH das Architekturbüro KMB, ein fünfgeschossiges Bürogebäude zu entwickeln. KMB brachte die Idee eines Hochhauses ins Spiel. Zwar bestanden zunächst noch Zweifel an der Finanzierbarkeit eines solchen, da jedoch der erste Mieter gleich fünf Geschosse auf einmal nutzen wollte, bat man KMB, die Idee weiterzuverfolgen. In der Vorentwurfsphase entstanden zehn verschiedene dreidimensionale Hochhausmodelle, die allesamt mit Allplan erstellt wurden. Am Ende fiel die Entscheidung auf die aktuelle und mittlerweile im Bau befindliche Turm- Variante. Überraschender Weise wurde der Konzeptentwurf, so wie er war, direkt von der Gemeinde akzeptiert und im vollen Umfang seiner 18 Geschosse genehmigt. Demnach sind die ersten zehn Etagen für Gewerbeeinheiten von 95 m² bis 345 m², die oberen acht wiederum für Eigentumswohnungen vorgesehen. Die 24 Zwei- bis Vierzimmerwohnungen sind zwischen etwa 70 und 170 Quadratmetern groß. Der durchschnittliche Quadratmeterpreis liegt bei ca. 4.200 Euro. Zwei Penthäuser mit jeweils etwa 200 m² auf zwei Etagen bilden die „Spitze“ des Wohnkomforts. Der SKY-Tower läuft bei der Bietigheimer Wohnbau GmbH unter der Marke
„BW individual“, welche höchste Ansprüche an Standorte, Architektursprache, Raumprogramme, Materialien und Ausstattungslösungen stellt. Dementsprechend geht es bei SKY nicht nur um die Größe. Die Fassadengestaltung macht den Solitär zu einer regelrechten Sehenswürdigkeit. Hier wechseln sich weiße, dynamisch geschwungene Auskragungen, welche komplett umlaufende Balkone erlauben, sandwichartig mit den dunkleren Flächen einer lückenlosen Rundumverglasung ab. Eine fantastische Aussicht auf das Enztal und die Möglichkeit frischer „Höhenluft“ dürften den Bewohnern der höheren Etagen somit garantiert sein. Echtholzparkett und Fußbodenheizung, Aluminiumfenster mit Dreifachverglasung, eine hochwertige Sanitärausstattung und großformatige Fliesen zeigen wiederum, dass auch der Innenraum von SKY seiner äußeren Klasse in nichts nachsteht.

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Die Konstruktion dieses auffälligen und edlen Riesen stellte KMB vor spezielle Herausforderungen, welche auch die Zusammenarbeit mit neuen Fachingenieuren
erforderlich machten. So benötigte es etwa einen Windgutachter, um die sichere Befestigung der Bodenbeläge für die Balkone zu gewährleisten, die bei hohen Windgeschwindigkeiten immensen Kräften ausgesetzt sind. Ferner musste ein Beschleunigungsgutachten für die Bewegungen des Hochhauses erstellt werden. Eine weitere Herausforderung stellte der Lärmschutz gegen den Bahnverkehr durch den benachbarten Bahnhof dar. Die Höhe von über 60 Metern erforderte zudem aus brandschutztechnischen Gründen die Integration eines zweiten Aufzugs und zusätzlichen Fluchttreppenhauses. Im August 2014 wurden die Fundamente des Hochhauses gelegt. Noch im selben Monat begann der Hochbau. Bei einer geschätzten Bauzeit von zwei Jahren wird Bietigheim-Bissingen voraussichtlich im Juli/August 2016 eine neue imposante Landmarke erhalten. Und die verschiedenen Nutzer des SKY-Towers werden sich dann an hochwertigem Wohn- und Büroraum mit spektakulärem Panoramablick erfreuen können.

Die Die KMB PLAN | WERK | STADT GmbH wurde am 01.07.1995 von Architekt und Stadtplaner Dipl.-Ing. (Uni) Michael Kerker, Vermessungsingenieur Dipl.-Ing. (FH) Uwe Müller und Architekt Dipl.-Ing. (FH) Jürgen Braunbeck gegründet.

PROJEKTINFORMATIONEN IM ÜBERBLICK
Schwerpunkt: Wohn- und Geschäftsgebäude
Eingesetzte Software: Allplan Architecture
Projektdaten:
Bauherr: Bietigheimer Wohnbau GmbH
Architekt: KMB
Baubeginn: August 2014
Fertigstellung: Juli/August 2016

„Allplan haben wir vom ersten Vorentwurf bis durch die Werkplanung verwendet. In der Entwurfsphase wurde das Gebäude in 3D gezeichnet, um der Bauherrschaft und der Baurechtsbehörde die bauliche Wirkung des Turms mit seinen geschossweise
variierenden umlaufenden Balkonen zu verdeutlichen, was letzten Endes geholfen hat, alle von der Qualität des Entwurfs zu überzeugen.“
Mike Geer, Architektur und Stadtplanung, KMB

03.2016 Allplan GmbH, Munich, Germany; © Projekt: SKY Tower Bietigheim-Bissingen; Architekt: KMB; Copyright Bildmaterial: Bietigheimer Wohnbau

Evangelische Grundschule Karlsruhe, Deutschland – wulf architekten, stuttgart

Ein besonderes Lernkonzept stellt oft auch spezielle Anforderungen an die Struktur eines Schulgebäudes. Das Projekt „Evangelische Grundschule Karlsruhe“ von wulf architekten, bei der das Montessori-Konzept verfolgt wird, ist hierfür ein gutes Beispiel. Das Bauprojekt der Schulstiftung der Evangelischen Landeskirche in Baden besteht aus zwei klar umrissenen, zweigeschossigen Einzelbaukörpern (Grundschule und Sporthalle), die sich um einen gemeinsamen Hof gruppieren. Dieser zentrale Schulhof ist zugleich der Zugangsplatz für alle Bereiche und schafft eine prägnante Außensituation mit einem hohen Identifikationswert.

copyright by wulf architekten

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Beim Bau der Grundschule kommt das Montessori-Konzept vor allem bei der Raumaufteilung zum Tragen: So schließen sich an die vier Klassenräume à 80 Quadratmeter die sogenannten Förderräume direkt an, in denen die Kinder bei Bedarf eine spezielle Förderung erhalten. Der großzügige, offene Flurbereich des Schulgebäudes wird in Anlehnung an die Montessori-Pädagogik zum sogenannten „Lernhaus“. Dieses Lernhaus beherbergt Spiele und Lernmaterialien unter einem Dach und vereint diese Bereiche zu einer einzigen Funktionalität.
Das Lernhaus soll den Schülern eine größere Lernfreiheit ermöglichen und ist entsprechend mit speziellen Sitz- und Stehmöbeln ausgestattet, die flexibel einsetzbar sind. Da sich Fluchtwege in einem solchen belebten Lernhaus nicht realisieren lassen, greifen wulf architekten für diesen Zweck auf Fluchtbalkone und Fluchttreppen zurück.

copyright by wulf architekten

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Im Bereich der Außenfassade spielen die Farben rot und grün sowie das Fassadenraster eine domiante Rolle. Das Staccato der Fassade wurde zum Schutz der Privatsphäre der Schüler realisiert. Die freie Rhythmik entsteht auf Grundlage des Gebäuderasters und ist somit ein Vielfaches von 60 Zentimetern. Das Fassadenraster wird je nach dahinterliegender Nutzung dichter und bildet damit eine Art „Vorhang“, der sich rund um das gesamte Gebäude zieht. Ein weiterer wichtiger Aspekt der Fassadengestaltung ist die Farbgebung. Die Gebäude sollen freundlich und einladend aber nicht „kindisch“ wirken. Die Schüler sollen sich ernst genommen fühlen. Im Ergebnis werden für die Fassaden verschiedene Grün- und Rottöne gewählt, die die Gebäude je nach Blickwinkel in einer anderen Farbe erscheinen lassen. Die silbernen Lamellen
dazwischen reflektieren darüber hinaus immer ein wenig die Farbe der gegenüberliegenden
Fassade und betonen somit den stets wechselnden Gesamteindruck des Gebäudes. Das Farbkonzept wird im Gebäudeinneren fortgeführt. Die Oberlichter wurden farblich so gestaltet, dass je nach Tageszeit ein völlig anderer Gebäudeeindruck entstehen kann. Die Sporthalle bildet den zweiten Gebäudeteil des Schulkomplexes. Die Halle ist rund drei Meter tief im Boden versenkt, der Anschluss an Geräteräume und Umkleiden wurde nur auf eine Längsseite gelegt. Darüber befindet sich die Schulverwaltung. Über der Erde lädt ein Pavillon die Passanten zum Besuch

Inzwischen ist der erste Bauabschnitt mit Grundschule und Sporthalle abgeschlossen und die Schule beherbergt Schüler der ersten bis vierten Klassen. In einem zweiten Bauabschnitt soll der Gebäudekomplex dann mit einer Realschule zur Gesamtschule erweitert werden.

wulf architekten ging aus dem 1987 von Tobias Wulf gegründeten Architekturbüro hervor und wird von Professor Tobias Wulf, Kai Bierich, Alexander Vohl, Jan-Michael Kallfaß, Ingmar Menzer und Steffen Vogt geleitet. Das Spektrum reicht von öffentlichen Bauten wie Kulturbauten, Schul- und Hochschulbau, Bürobau, Gesundheits- und Sportbauten über Wohn- und Sozialbau bis hin zum CI-Gewerbebau. Seit mehr als zehn Jahren beschäftigt sich das Büro darüber hinaus mit Bauen im Bestand, innovativen Energiekonzepten und infrastrukturellen Großprojekten wie Messen und Verkehrsbauten sowie Generalplanungen. Neben diesen Schwerpunkten engagieren sich wulf architekten auch in der Lehre, den Berufsverbänden und als Fachpreisrichter. Derzeit beschäftigt das zunehmend international tätige Büro rund 100 Mitarbeiter.

„Das komplette Projekt wurde dreidimensional in Allplan entwickelt. Wichtige architektonische Entscheidungen konnten wir am 3D-Modell überprüfen.”
Ingmar Menzer, wulf architekten

PROJEKTINFORMATIONEN IM ÜBERBLICK

Schwerpunkt: Öffentlicher Bau/Schulbau
Eingesetze Software: Allplan Architektur
Projektdaten:
Bauherr: Schulstiftung der Evang. Landeskirche Baden
Planungsbeginn: März 2011
Fertigstellung:April 2013
Leistungsphasen: 2 bis 9
Baukosten: 8,25 Mio. Euro

© 07.2015 Allplan GmbH, Munich, Germany; © Fotos: Brigida Gonzále z, Stuttgart

Festhalle Neckartailfingen – Ackermann+Raff Architekten, Tübingen

Bei der Gestaltung der neuen Festhalle Neckartailfingen spielte die idyllische Umgebung mit der wunderschönen alten Neckarallee und dem Fluss elbst eine entscheidende Rolle. So wurde zum Beispiel das Astgeflecht der Alleebäume architektonisch aufgenommen und in der Dachkonstruktion als zentrales, gestaltprägendes Element umgesetzt. Neben dem Dach stellen die großzügigen Verglasungen im Bereich des Saals und des Foyers ein weiteres wesentliches
Gestaltungsmerkmal dar. Sie erlauben den Festgästen einen freien Blick auf die umgebende Natur.

COPYRIGHT BY ACKERMANN + RAFF

COPYRIGHT BY ACKERMANN + RAFF

Die neue Festhalle, entworfen vom Architekturbüro Ackermann + Raff aus Tübingen/Stuttgart, ersetzt ein Gebäude aus dem 20. Jahrhundert, das den Ansprüchen der heutigen Zeit nicht mehr gerecht wurde. Der Neubau orientiert sich im Gegensatz zu seinem Vorgänger mit dem Eingangsbereich ganz klar zur Allee und zum Neckar hin. Vor dem Haupteingang ist ein großzügiger Freiraum entstanden. So kann eine große Zahl von Veranstaltungsgästen bei gutem Wetter im Freien bewirtet werden. Außerdem macht der Festplatz vor der Halle den Neckar für die Besucher erlebbar. Um diesen Festplatz und seine Beziehung zum Fluss überhaupt möglich zu machen, wurde die Zugangsstraße zur Festhalle im Zuge der Neuordnung weiter vom Neckar entfernt neu gebaut. Die Halle selbst fungiert als Vermittler zwischen dem Neckar und dem Festplatz und bildet den räumlichen Abschluss der Neckarallee.

COPYRIGHT BY ACKERMANN + RAFF

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Das Dachtragwerk ist ein Flächentragwerk, das über eingebaute Stahlbleche an den Knotenpunkten von Hauptträgern und Nebenträgern entstanden ist. Analog dem Bild der sich überlagernden Äste und Zweige der Neckarallee wurde ein rautenförmiger Trägerrost konzipiert. Die zweiachsig gespannte Konstruktion des Trägerrostes wurde aus sichtbarem Leimholz gefertigt. Das Auflager wurde so erstellt, dass das Tragwerk nicht direkt auf der Pfosten-Riegel-Fassade aufliegt und somit filigraner erscheint. Durch die einzelnen Rautenfelder aus weiß lasierten Holzplatten, die unterschiedlich geneigt angeordnet sind, entsteht eine lebendige Deckenlandschaft. Diese Deckensegel verdecken auch die Installationen, die innerhalb der Dachkonstruktion untergebracht sind. Von außen wurde das Dach am Schluss extensiv begrünt. So entsteht quasi eine fünfte Fassade, die das Bauwerk auch von den höheren Lagen der Gemeinde Neckartailfingen aus gesehen attraktiv erscheinen lassen.

Die Festhalle selbst ist in zwei Gebäudeteile gegliedert: Den geschlossenen Bereich mit allen für den Bühnenbereich notwendigen Funktionen einschließlich des Mehrzweckraums und den offenen Bereich des Veranstaltungsraums mit den für die Besucher dienenden Funktionen. Während die Frontseite großzügig verglast wurde, besteht die geschlossene Fassade im Nordteil aus hinterlüfteten Faserzementplatten. Über den durchgängigen Bodenbelag aus
geschliffenem Sichtestrich wurden die öffentlichen Bereiche wie Saal, Foyer und Mehrzweckbereich optisch miteinander verbunden.“

„Die BIM-Lösung Allplan hat uns eine reibungslose
Zusammenarbeit mit unseren Fachplanern ermöglicht.””
GF Walter Fritz, Ackermann+Raff Architekten

Das Büro Ackermann + Raff wurde 1985 von Prof. Gerd Ackermann und Prof. Hellmut Raff in Tübingen gegründet und verfügt über rund 45 Mitarbeiter an den beiden Standorten Tübingen und Stuttgart. Das Ziel von Ackermann + Raff ist die Planung hochwertiger und nachhaltiger Architektur, verbunden mit einer Kosten-, Energie- und Terminoptimierung. Vorwiegend bauen sie für öffentliche Auftraggeber, Industrie und Gewerbe, für kommunale Wohnbauunternehmen sowie für soziale Einrichtungen. Ihre Bauten entstehen aus der intensiven Auseinandersetzung mit der Bauaufgabe und den Chancen und Bedingungen eines Ortes. Bestehende Qualitäten werden dabei ständig hinterfragt und in neue Formensprachen überführt. Dieser Prozess führt zu passgenauen und eigenständigen Lösungen, die keiner kurzfristigen Mode nacheifern.

PROJEKTINFORMATIONEN IM ÜBERBLICK
Schwerpunkt: Architektur/Öffentlicher Bau
Eingesetze Software: Allplan Architektur
Projektdaten:
Bauherr: Gemeinde Neckartailfingen
Planungsbeginn: 2009
Baubeginn: 2011
Fertigstellung: 2013
Gebäudefläche: 1.120 m²
Gebäudevolumen: 7.705 m³

© 04.2015 Allplan GmbH, Munich, Germany; © Fotos: Thomas Herrmann Photography

Stadtvillen in Othmarschen, Hamburg – BN Architekten, Hamburg

copyright by BN Architekten

Hamburg wächst – und den dadurch entstehenden Herausforderungen begegnet die Hafenmetropole mit dem stadtplanerischen Konzept der Nachverdichtung des Bestandes. So will man dem Bedarf an neuem Wohnraum gerecht werden. Othmarschen, in Hamburgs grünem Westen gelegen, ist dabei einer der gefragtesten Stadtteile. Hier realisierten Jessica Borchhardt und Simone Nentwig mit ihrem Büro BN Architekten zwei Stadtvillen. In einer grünen und ruhigen Seitenstraße der Elbchaussee entstand ein homogenes architektonisches Ensemble.

copyright by BN Architekten

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Die beiden Gebäude wurden auf einem ca. 2400 Quadratmeter großen Grundstück errichtet und bieten Raum für insgesamt sechs Wohneinheiten. In jedem Baukörper sind jeweils zwei Maisonettewohnungen und ein Penthouse untergebracht. Versetzt zueinander angeordnete Balkone und Terrassen schaffen hierbei ein Höchstmaß an Privatsphäre auf dem Grundstück. Jede Einheit hat einen eigenen Haus-eingang und wird zusätzlich durch eine Tiefgarage erschlossen. „Auf diese Weise haben wir ein stimmiges House-in-House-Konzept entwickelt“, erläutert Simone Nentwig. Neben den Grundrissen stellt auch die Materialwahl eine wohl durchdachte Entscheidung dar. Die für die Umgebung typisch weiße Putzfassade wurde von BN Architekten geschickt integriert. Der Klinker bildet dabei eine Analogie zu einer auf dem Grundstück stehenden Rotbuche. Das gestalterische Gesamtkonzept schafft mit einer genau abgestimmten Materialwahl ein einladendes Wohnumfeld. Während die Entwurfsplanung in Allplan vorrangig zweidimensional durchgeführt wurde, setzten BN Architekten vor allem in der Kollisionskontrolle von Bauteilen auf das intelligente Gebäudemodell. Damit konnten die Planer bei den komplexen Vor- und Rücksprüngen der versetzten Terrassen und Balkone eine fehlerfreie Planung durch alle Gewerke hindurch gewährleisten. Simone Nentwig setzt in ihrem Büro für sämtliche Leistungsphasen auf die Software von Allplan. Sowohl in der Ausführungsplanung als auch in den frühen Stadien eines Bauvorhabens – wie zum Beispiel in der Entwurfs- oder Wettbewerbsplanung – bietet die BIM-Lösung Allplan Architektur aus ihrer Sicht die größtmögliche Freiheit für eine ihrer wichtigsten Aufgaben: das kreative Arbeiten. BN Architekten ist ein schnell wachsendes Architekturbüro in Hamburgs Innenstadt. 20 Mitarbeiter arbeiten heute im 2007 von Jessica Borchardt und Simone Nentwig gegründeten Büro. Dabei entwickelt BN Architekten anspruchsvolle Projekte, besonders in den Bereich Wohnungsund Gewerbeimmobilien.

Vom Wettbewerb über die Entwurfsplanung bis hin zur Realisierung bietet BN Architekten auf allen Leistungsebenen hohe fachliche Kompetenz. Dabei realisieren sie Projekte jeder Größenordnung mit hoher Entwurfsqualität. Qualität ist dabei ein allgegenwärtiger Begriff und bedeutet für BN Architekten, eine Sache „fertigzudenken“. Ganzheitlichkeit steht bei den Projekten an erster Stelle: Innen- und Außenarchitektur bilden in ihrer Gestaltung ein harmonisches Ganzes und werden in enger Abstimmung mit dem Auftraggeber realisiert.

„Die vielfältigen Möglichkeiten des Planlayouts in Allplan unterstützen uns perfekt in Wettbewerben und in der Ausführungsplanung.“
Simone Nentwig, Inhaberin BN Architekten

Das Profil des Büros BN Architekten deckt sich mit der Unternehmensphilosophie von Allplan. Das „Denken im Ganzen“ entspricht dabei dem Grundsatz, ein Projekt von den ersten Entwurfsskizzen bis zur Übergabe an den Bauherren durchgängig zu bearbeiten.

PROJEKTINFORMATIONEN IM ÜBERBLICK
Schwerpunkt: Architektur durch alle Leistungsphasen
Eingesetzte Software: Allplan Architektur
Projektdaten:
Bauherr: privat
Baubeginn: April 2011
Fertigstellung: November 2012
BGF/Nutzfläche: 2345 m² / 2177 m²

© 03.2014 Allplan GmbH, Munich, Germany; © Bilder: Bredt/Fotographie, Marcus Bredt, Berlin

Himmelsleiter, Naturschutzgroßprojekt – Brückner & Brückner Architekten, Würzburg

copyright by Brückner & Brückner

Die Tirschenreuther Teichpfanne in der Oberpfalz, nahe der deutschtschechischen Grenze, ist eine der größten und ältesten Kulturlandschaften Deutschlands. Als Heimat gefährdeter Tier- und Pflanzenarten bildet dieser vermutlich bereits im 10. Jahrhundert angelegte Teichkomplex das Kerngebiet des Naturschutzgroßprojekts Waldnaabaue. Zur Beruhigung des Besucherverkehrs in sensiblen Bereichen der Waldnaabaue wurde die alte Bahntrasse der Vizinalbahn zwischen Wiesau und Tirschenreuth in einen Rad- und Wanderweg umgewandelt.

Nachdem das in Tirschenreuth und Würzburg ansässige Architekturbüro Brückner & Brückner 2010 bereits mit der Heusterzbrücke eine Anbindung an den Einstiegspunkt Hohenwald fertiggestellt hatte, folgte zwei Jahre später ein weiteres Bauwerk für die Besucher dieses besonderen Naturareals: die sogenannte „Himmelsleiter“. Für dieses Projekt wurden sie mit
dem „best architects 15 Award“ und für die Himmelsleiter und Heusterzbrücke mit dem BDA Regionalpreis Niederbayern-Oberpfalz ausgezeichnet.

copyright by Brückner & Brückner

copyright by Brückner & Brückner

Die etwa 450 m von der Heusterzbrücke entfernte Himmelsleiter gleicht selbst ein wenig einer Brückenkonstruktion, auch wenn ihre eigentliche Funktion nicht im Überbrücken besteht. Vielmehr soll es hier, ganz dem Namen entsprechend, hoch hinausgehen, auf eine Sichthöhe von etwa 20 Metern, von wo aus man die seltene Teichlandschaft und deren Umgebung überblicken und bewundern kann. Zu diesem Zweck führen zwei lange, im Grundriss punktsymmetrische Treppenanlagen entlang des Rad- und Wanderweges hinauf auf eine stegartige, überdachte Aussichtsplattform. Diese bietet mit einem wunderbaren Panoramablick auf das Naturschutzgebiet auch einen didaktischen Einstieg in dessen kulturhistorische Entwicklung. Neben der Aussichtsfunktion ergibt sich für die Himmelsleiter passierende Fußgänger und Radfahrer gleichsam eine Torsituation, die das Betreten und Verlassen dieser
Landschaft noch einmal thematisiert. Die Himmelsleiter verfügt über eine tragende Konstruktion aus schlanken verzinkten Stahlprofilen, welche trotz der Größe des Bauwerks maximale Transparenz zur Umgebung gewährleisten. Die nichttragende Verkleidung der
Treppenanlage und der Aussichtsplattform ist in heimischen Hölzern gehalten, was vor allem aus der Ferne einen archaischen Eindruck vermittelt, der gut zur Biotoplandschaft passt. Insgesamt stellt das materielle Zweigespann aus Stahl und Holz eine nachhaltige und zeitgemäße Lösung für den Aussichtsturm dar und ist zugleich eine Reminiszenz an die früheren Bahnschienen. Mit den statischen Berechnungen der Himmelsleiter wurde das Ingenieurbüro Bodensteiner & Partner aus Weiden in der Oberpfalz beauftragt. Da sowohl das Ingenieurbüro als auch die Architekten von Brückner & Brückner Allplan verwenden, konnten beide Firmen ihre Arbeit perfekt aufeinander abstimmen. So ließ sich etwa der Datenaustausch untereinander ohne die sonst häufig auftretenden, zeitraubenden Ungenauigkeiten und Verluste innerhalb der Planung bewerkstelligen. Zudem profitierte man von der  Bewehrungsplanung in 3D. Eine normalerweise knifflige Aufgabe stellten die verschiedenen Stützenquerschnitte und Stützachsen dar. Da sich diese permanent über die gesamte Länge des Bauwerks hinweg verschoben, waren unterschiedliche Köchergrößen und -lagen die Folge. Hier machte sich eine automatische Kollisionsund Massenkontrolle, die über den  Planungsfortschritt hinweg fortgeschrieben wurde, besonders bezahlt.

Wir schaffen Lebensräume. Wir respektieren Menschen und Ort. Wir bauen Erinnerung.“ Das sind die Leitsätze des architektonischen Denkens und Handelns von Brückner & Brückner Architekten. Über den Wettbewerb des Kulturspeichers in Würzburg fanden Christian und Peter Brückner architektonisch erstmalig zusammen. Planen und Bauen ist für sie ein umfassender Kommunikationsprozess. Der Ursprung ist der Dialog der beiden Brüder. Die Qualität der Auseinandersetzung mit Menschen und Dingen macht diesen Vorgang zu „Kultur“. Dafür gibt es kein Rezept. Jede Bauaufgabe erfordert und entwickelt neue Kommunikationsnetze und Medien. Immer wieder müssen Grenzen überschritten werden. „Wir suchen die direkte Auseinandersetzung mit dem Ort und den Menschen und setzen auf kontinuierlichen Dialog. Planen ist für uns ein Versprechen, das eingelöst werden will. Planerische Idee und gebaute Realität gehören untrennbar zusammen“, so Christian und Peter Brückner. Bereits der Vater gründete 1972 ein Ingenieurbüro, das die Brüder als Architekturbüro erfolgreich weiterführen. Klaus-Peter Brückner arbeitete bereits in den 1970er Jahren erfolgreich mit Produkten aus dem Hause Nemetschek.

„Da sowohl das Ingenieurbüro Bodensteiner als Tragwerksplaner als auch wir als Architekten Allplan verwenden, konnten wir unsere Arbeit bei diesem Projekt perfekt aufeinander abstimmen.“
Axel Weidner, Architekt und Projektleiter bei Brückner & Brückner Architekten

Nach den Ranglisten des Architekturportals BauNetz zählen Brückner & Brückner Architekten zu den 100 Spitzenbüros in Deutschland. In ihren Büros in Tirschenreuth und Würzburg beschäftigen die Gebrüder Brückner heute in etwa 50 Mitarbeiter.
PROJEKTINFORMATIONEN IM ÜBERBLICK
Gebäudeart: Aussichtsplattform
Eingesetzte Software: Allplan Architecture
Projektdaten
Bauherr: Landkreis Tirschenreuth, vertreten durch Landrat Wolfgang Lippert
Standort: Tirschenreuther Teichpfanne, 95643 Tirschenreuth 000
Baubeginn: Mai 2012
Fertigstellung: Oktober 2012 0
Gesamtlänge der Anlage: ca. 70 m
Breite der Treppenkonstruktion: ca. 2,5 m
Höhe der Treppenanlage: ca. 0,0 bis 17 m
Breite der Aussichtsplattform: ca. 2,8 m
Länge der Aussichtsplattform: ca. 10 m
Höhe der Standfläche: ca. 17 m (492,5 m ü. NN)
Höhe Dachdeckung: ca. 20,2 m

© 04.2016 Allplan GmbH, Munich, Germany; © Bilder in der Landschaft / Himmelsleiter, Naturschutzgroßprojekt Waldnaabaue;
Planer: Brückner & Brückner Architekten Tirschenreuth/Würzburg; Fotograf: Peter Manev, Selb, foto[mju]tektur

Umbau des Microsoft Headquarters Wien, Österreich – Vertical Magic Garden

copyright by Vertical Magic Garden

Wussten Sie, dass das Raumklima bei einem Drittel aller modernen Bürogebäude in Europa nicht den Richtlinien für ein gesundes Innenraumklima entspricht? Und dass der krankheitsbedingte Arbeitsausfall dadurch viel höher ist als normal? In vielen Arbeitsräumen ist die Luft zu trocken und enthält Schadstoffe, die Gesundheitsbeschwerden verursachen können. Allein durch das Aufstellen luftreinigender Pflanzen können viele dieser Beschwerden deutlich gemindert werden. Pflanzen bereichern die Luft mit Wasserdampf, absorbieren Wärme und Geräusche, sie können schädliche Stoffe aufnehmen und abbauen. Menschen erleben einen Arbeitsplatz mit Pflanzen daher als angenehmer, was nachweislich zu einer Verringerung von Stress und Anzeichen des Sick-Building-Syndroms wie Kopfschmerzen und Ermüdung führt.

copyright by Vertical Magic Garden

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Dass ein gesundes Raumklima am Arbeitsplatz eine wichtige Voraussetzung für optimale Leistungen der Mitarbeiter ist, hat auch die Microsoft Österreich GmbH erkannt. Seit Jahren beschäftigt sich das Unternehmen mit der „Neuen Welt der Arbeit“ und führt entsprechende Studien zu diesem Thema durch. In diesem Zusammenhang hat Microsoft sein Headquarter in Wien komplett neu gestaltet und dazu auch die Firma Vertical Magic Garden für die Installation
vertikaler Gärten beauftragt. Werner Miesl von Vertical Magic Garden Deutschland: „Der vertikale Garten ist nicht nur Wohltat für das Auge, er wirkt sich auch auf die Gesundheit und das individuelle Wohlbefinden aus. Grüne Wände sorgen für eine optimale Luftbefeuchtung sowie reduzierten Staubflug. Nachweislich können bestimmte Pflanzen Schadstoffe we Formaldehyd, Phenol oder Benzol aus der Raumluft filtern und so die Schadstoffbelastung im
Raum deutlich absenken“. Das Konzept für die Neugestaltung der Firmenzentrale zielte insgesamt darauf ab, dass der Arbeitsplatz zum Treffpunkt und Kommunikationszentrum wird.
Ähnlich einem Computer basiert das räumlich funktionale und gestalterische Konzept auf vier wesentlichen Elementen: Erstens: der Data Highway (Datenleitung), er steht für die horizontale Erschließungszone. Zweitens der ICF (Interaction and Circulation Furniture), damit ist der offene Kommunikations- und Arbeitsbereich gemeint, der gleichzeitig die vertikale Verbindung der beiden Mitarbeiterstockwerke (Prozessor) bildet. Drittens die Meeting Rooms (Arbeitsspeicher),
unterschiedlich organisierte und gestaltete Besprechungsräume in verschiedenen Größen. Viertens der Open Workspace, das sind großzügig angelegte Arbeitsbereiche mit teilweise fix zugeordneten, jedoch größtenteils frei wählbaren Arbeitsplätzen und desksharing (Festplatte).

Zusätzlich zu den vier Hauptelementen kommt dem Foyer eine besondere Bedeutung zu, denn hier erhält man den ersten Eindruck von der „Neuen Welt der Arbeit“. Im Empfangsbereich wird die Leitidee durch schwimmende Lotusblüten in Szene gesetzt: Sie gelten als Symbol für Reinheit, Treue und Schaffensvermögen. Der blau gestreifte Vinylboden steht für den Datenfluss. Ein großer vertikaler Garten aus natürlichen Pflanzen bildet den Hintergrund. In Kombination mit einer LED-Wall hinter dem offenen Empfangspult wird so die Verbindung von Natur und Technik thematisiert.“

„Allplan Architektur ist bei uns u.a. deswegen im Einsatz, weil die Planung freier Formen – wie die gebogenen Pflanzenwände – mit dem 3D-Modellierer sehr einfach umzusetzen ist.”
Werner Miesl, Vertical Magic Garden Deutschland

Vertical Magic Garden wurde 2009 in Hartberg/Österreich von Johannes Leitner gegründet. Zum Produkt- und Leistungsspektrum des Unternehmens gehören vertikale Begrünungen in Modulform für Innen- und Außenbereiche, akustische und visuelle Raumteiler sowie begrünte Säulen und Wandbilder.

PROJEKTINFORMATIONEN IM ÜBERBLICK

Schwerpunkt: Innenarchitektur
Eingesetze Software: Allplan Architektur
Projektdaten:
Bauherr: Microsoft Österreich GmbH
Architektur: INNOCAD Architektur ZT GmbH, Graz
Baubeginn: Juli 2011
Fertigstellung:Oktober 2011
Nutzfläche: 4.500 m2
Baukosten: 2,8 Mio Euro netto

© 05.2015 Allplan GmbH, Munich, Germany; © Fotos: Michael Haug, Winterthur

Felix Platter-Spital Basel, Schweiz – wörnertraxlerrichter planungsgesellschaft mbH, Frankfurt

Bis zum Sommer 2018 entsteht auf dem Felix Platter-Areal in Basel ein neues Spital für Altersmedizin. Mit der Realisierung des siegreich aus einem zweistufigen Gesamtleistungs-Wettbewerbs hervorgegangenen Projekts der Arbeitsgemeinschaft „ARGE HandinHand“ soll das Spital „in neue Sphären abheben“, so die Worte der Spitalleitung. Das 200 Millionen Franken teure Projekt ist aber auch eines der ersten BIM-Projekte der Schweiz. Unter dem Begriff Building Information Modeling (BIM), wird im Bauwesen weltweit der Weg zur Digitalisierung der Prozesse in Projektierung, Planung, Ausführung und Dokumentation beschritten. Zu erwarten ist, dass es in Zukunft keine Bauprojekte mehr geben wird, die nicht mit BIM geplant werden, so wie es heute praktisch keine Projekte mehr gibt, die mit Tusche gezeichnet werden.

copyright by wörnertraxlerrichter planungsgesellschaft mbH

copyright by wörnertraxlerrichter planungsgesellschaft mbH

Das auf Altersmedizin spezialisierte Felix Platter-Spital ist nach dem Universitätsspital Basel das zweitgrößte Spital der Stadt. Das Unternehmen beschäftigt rund 850 Mitarbeiter und ist seit Januar 2012 verselbständigt. Jedes Jahr werden rund 3000 Patienten behandelt. Doch die im Jahr 1967 erstellten Spitalgebäude genügen den heutigen baulichen und betrieblichen Anforderungen nicht mehr. Im April 2013 publizierte die Bauherrschaft aus diesem Grund einen zweistufigen Gesamtleistungs-Wettbewerb für den „Neubau Felix Platter-Spital, Basel“. Ziel des Gesamtleistungs-Wettbewerbs war ein finanziell tragbarer Spitalneubau, welcher optimale Prozesse erlaubt, wirtschaftliche Betriebs- und Unterhaltskosten generiert, architektonisch hochstehend ist sowie innerhalb des Projektperimeters ein Erweiterungspotenzial ausweist. In der anonym gehaltenen ersten Stufe des Wettbewerbs reichten bis Ende August 2013 insgesamt neun Teams ihre Dossiers ein. Das Beurteilungsgremium bewertete in der Folge die Qualität und Wirtschaftlichkeit der eingereichten Vorschläge und legte der Bauherrschaft diejenigen Projekte vor, die ein gutes Potenzial für die Projektkonkretisierung aufweisen und deren Teams zur Teilnahme an der zweiten Stufe des Wettbewerbs eingeladen werden sollten.

Die Bauherrschaft lud im November 2013 vier Teams zur nächsten Stufe ein. Im Dezember 2014 stellte die Bauherrschaft das Siegerprojekt „HandinHand“ offiziell vor. Hinter dem Neubauprojekt steht ein Konsortium aus schweizerischen und deutschen Firmen. ARGE BAM Swiss AG/ BAM Deutschland AG/ Marti Generalunternehmung AG Bern, dazu  wörnertraxlerrichter planungsgemeinschaft mbh mit Holzer Kobler Architekten, Health  Company Dresden GmbH und club L94 Landschaftsarchitekten GmbH. Am 26. März 2015 hat die ARGE HandinHand alle Unterlagen zu Erlangung der Baubewilligung eingereicht und hoffte, Ende Juli mit den Bauarbeiten zu beginnen. Anlässlich der Präsentation des auserkorenen Siegerprojektes im Dezember 2014 formulierte die Spitalleitung ihre großen Erwartungen an das künftige Spital mit folgenden Worten: „Ich hoffe, das Spital werde mit dem Neubau in neue
Sphären abheben“, so die Aussage von Verwaltungsrat Peter Tschudi. Weiter war die Rede von „Altersmedizin der Zukunft“ und einer „einzigartigen Institution mit Modellcharakter“. Auszeichnen soll sich der Neubau unter anderem durch kurze Wege und auf die Bedürfnisse der Patienten ausgerichtete Räume. „Alte Menschen sind unsere Patienten, für sie planen wir ein attraktives Ambiente“, sagt Spital-Direktorin Ursula Fringer. Der viergeschossige Neubau befindet sich auf einer rund 18.000 Quadratmeter großen Teilfläche des insgesamt 53.000 Quadratmeter umfassenden Spitalareals. Die Zahl der Betten wird gegenüber dem aktuellen Stand um 90 auf 240 reduziert. Vorgesehen sind ausschliesslich Doppelzimmer. Bereits heute gilt das Felix Platter-Spital als führendes universitäres altersmedizinisches Zentrum in der Schweiz.

„Die BIM-Software Allplan Architecture hat das Siegerteam
maßgeblich unterstützt.”
Dirk Hennings, wörnertraxlerrichter planungsgesellschaft mbH

Im Neubau können erstmals alle Leistungen unter einem Dach angeboten werden. Neben der stationären und ambulanten Pflege sowie der Lehre und Forschung mit den drei Standbeinen Kognition, Mobilität und Ernährung werden auch das Basel Mobility Center und die Memory Clinic örtlich im neuen Spital eingebunden sein. Am 1. Juli 2018 soll es nach rund dreijähriger Bauzeit eröffnet werden. Die veranschlagten Kosten inklusive aller Inneneinrichtungen belaufen sich auf 200 Millionen Franken. Davon stehen 80 Millionen Franken als Eigenkapital zur Verfügung, der Rest wird über den Kapitalmarkt finanziert. Die Bauherrschaft hatte sich vorab zum Ziel gesetzt, in der Schweiz ein Spital zu bauen, das mit den vorhandenen beziehungsweise refinanzierbarenFinanzmitteln erstellt und betrieben werden kann. Entsprechend klar waren im
Wettbewerb auch die diesbezüglichen Vorgaben formuliert.

Das Projekt „HandinHand“ besticht einerseits durch die subtile architektonische und städtebauliche Ausformulierung. Es ist ein genaues Passstück im Schnittpunkt von Wohnquartier, öffentlicher Infrastruktur und der ArchitekturIkone des alten Felix Platter-Spitals. Andererseits verspricht das neue Spital eine gute Aufenthaltsqualität für die Patienten mit einem attraktiven Außenbezug. Zwischen Spitalneubau und dem bestehenden Gebäude ist ein öffentlich zugänglicher Park geplant, der auch eine spätere Umnutzung des Areals berücksichtigt. Die Struktur der einzelnen Nutzungseinheiten sowie die Organisation von Pflegestationen und Supportdiensten beziehungsweise Verwaltung ermöglichen eine große Flexibilität für künftige Nutzungsanpassungen. Bei Bedarf könnte der Neubau bereits heute oder zu einem späteren Zeitpunkt problemlos um eine Etage aufgestockt werden. Damit ergäben sich Räumlichkeiten für zwei weitere Stationen mit je 40 Betten. Aber auch das Innenleben des neuen Spitals mit mehr als 1370 Räumen hat das Siegerprojekt mit hoher Flexibilität geplant, um bei möglichen Veränderungen der Ansprüche in den kommenden 30 bis 40 Jahren die erforderlichen Anpassungen auf einfache Weise vornehmen zu können. Was in anderen Ländern bereits gesetzlich vorgeschrieben ist, steht in der Schweiz erst am Anfang: die Digitalisierung der Prozesse in Planung, Ausführung und Betrieb mit Building Information Modeling (BIM). Dieser Begriff wurde vor gut 20 Jahren eingeführt und gilt heute als „Werkzeug“ der Zukunft. BIM hat die Aufgabe, alle Bauinformationen über das Bauwerksmodell und die Teilmodelle zu koordinieren. So kann sich jeder auf die für ihn relevanten Informationen und Darstellungen konzentrieren. Wichtig ist nur, dass alle am Bau Beteiligten mit BIM zusammen arbeiten können und immer auf dem gleichen Informationsstand sind. Der Neubau Felix Platter-Spital zählt zu den ersten BIM-Projekten in der Schweiz. Der Projektleiter des Spitalneubaus, Jean-Luc Perrin, setzt als Vertreter des Bauherrn von Anfang an auf den Einsatz von BIM. Als einer der Pioniere von BIM in der Schweiz bring Perrin den Nutzen einer virtuellen Planung und Bausimulation mit der folgenden Aussage auf den Punkt: „Benutze die Maus statt den Presslufthammer.“ Weiter vertritt er die Meinung, dass BIM für die Projektentwicklung, -realisierung und -dokumentation von (Spital) Bauprojekten heute zwingend erforderlich ist.

Welchen wirtschaftlichen Nutzen BIM bringen kann, zeigt das Beispiel Großbritannien, wo der Einsatz von BIM bei öffentlichen Großprojekten bereits heute Pflicht ist. Gemäß Schätzungen hat die britische Regierung dank BIM bis heute rund zwei Milliarden Euro einsparen können. Zudem konnten zwei Drittel der Projekte termin- und budgetgerecht fertiggestellt werden. Im zweistufigen Gesamtleistungs-Wettbewerb für den Spitalneubau in Basel hat das Siegerteam BAM Swiss und Marti Holding AG gemeinsam mit den federführenden Architekten wörnertraxlerrichter in Arbeitsgemeinschaft mit Holzer Kobler Architekturen die vom Bauherrn definierten Vorgaben an eine Projektumsetzung mit BIM mit Unterstützung der BIM-Software Allplan umgesetzt. Als intelligente und leistungsfähige Plattform ist Allplan die perfekte Grundlage für die erfolgreiche Umsetzung der BIM-Arbeitsmethode. Für die Kommunikation und den Datentransfer mit anderen Softwareprodukten stehen dem Anwender mehr als 50 Dateiformate, darunter auch das für Import und Export zertifizierte Austauschformat IFC (Industry Foundation Class) für den Austausch von 3D-Modellen, zur Verfügung. Dies ermöglicht eine reibungslose, interdisziplinäre Zusammenarbeit von Architekten, Ingenieuren,  Kostenplanern, Bauunternehmern und Facility Managern. Diese Aussage bestätigt auch Dirk Hennings, Geschäftsführer von BIMwelt GmbH. Er hat den BIM-Prozess für das Felix Platter-Spital im Auftrag von wörnertraxlerrichter an vorderster Front begleitet. „Dank dem Einsatz von
Allplan Allfa, der bidirektional mit Allplan verknüpften Softwarelösung für infrastrukturelles und technisches Facility Management, konnten wir die umfangreichen Anforderungen des Bauherrn effizient umsetzen.“ Allplan Allfa ermöglicht die komfortable Verwaltung der Raumattribute sowie eine Kontrolle der zu erwartenden Unterhaltskosten. Die direkte Anbindung an das Facility Management steht ganz im Sinne des Building Lifecycle Management. Denn Informationen über die technische Wartung sowie die Kontrolle der Unterhaltskosten, welche die Baukosten um ein Mehrfaches übersteigen, müssen später über die gesamte Lebensdauer einer Immobilie für alle Beteiligten einfach zugänglich sein.

„Die BIM-Software Allplan Architecture hat das Siegerteam
maßgeblich unterstützt.”
Dirk Hennings, wörnertraxlerrichter planungsgesellschaft mbH

PROJEKTINFORMATIONEN IM ÜBERBLICK

Schwerpunkt:Building Information Modeling
Eingesetze Software: Allplan Architecture und Allplan Allfa
Team HandinHand:
TU: ARGE BAM Swiss AG, Basel / BAM Deutschland AG, Stuttgart (D) / Marti
Generalunternehmung AG, Bern
Architekt: wörnertraxlerrichter planungsgesellschaft mbh, Frankfurt am Main (D)
mit Holzer Kobler Architekturen, Zürich
Spitalplaner: Health Company Dresden GmbH, Dresden (D)
Landschaftsarchitekt: club L94 Landschaftsarchitekten GmbH, Köln (D)
Fachplaner HLKK / Sanitär / Haustechnikkoordination:
Brunner Haustechnik AG, Wallisellen
Fachplaner Elektro / MSRL: enerpeak salzmann ag, Dübendorf
Bauingenieur / Bauphysiker / Verkehrsplaner / Nachhaltigkeit / Brandschutz:
Gruner AG, Basel
Gastroplaner: hpmisteli, Gastrokonzepte, Bern
Medizintechnikplaner:
mtp Planungsgesellschaft für Medizinaltechnik mbH, Frankfurt am Main (D)
BIM-Koordinator: BAM Deutschland AG, Stuttgart (D)
Facility Management: BAM Immobilien-Dienstleistungen GmbH, Stuttgart (D)

© 08.2015 Allplan GmbH, Munich, Germany © V isualisierung: ZVG

Neubau einer Produktionshalle mit Verwaltungsgebäude, Dinslaken – Brüninghoff GmbH & Co. KG

Der Neubau einer Produktionshalle mit angeschlossenem Verwaltungsgebäude für die Firma Hesotec in Dinslaken steht sowohl für das Kerngeschäft – den Gewerbebau – als auch für die individuellen und kreativen Lösungen des Unternehmens Brüninghoff, des Hallenbau-Spezialisten. Hierbei entstand ein vollkommen neuer Betriebsstandort, der Funktionalität und Individualität miteinander verbindet.

coyright by Brüninghoff GmbH & Co. KG

coyright by Brüninghoff GmbH & Co. KG

Die Zielvorgabe des Bauherrn war einen neuen Betriebsstandort mit einer Produktionshalle und einem vorgelagerten Verwaltungsgebäude zu entwickeln, der die Arbeitsabläufe und Produktionsprozesse optimiert. Die Produktionsstätte sollte außerdem mit möglichst wenig Platzaufwand auf demselben Grundstück erweiterbar sein. Ein vorgelagerter Baukörper kommuniziert die Identität der Firma Hesotec nach außen hin Dabei standen Funktionalität aber auch die individuelle Gestaltung und die Bildung einer Corporate Architecture im Vordergrund. Brüninghoff erhielt den Auftrag als Generalunternehmer für die schlüsselfertige Erstellung und Abwicklung des Bauvorhabens.

Das Projekt zeichnet sich durch die heterogene Zusammensetzung aus moderner Hallenkonstruktion und einem scheinbar abgesetzten Verwaltungsgebäude als Kopf des Ensembles aus. Das markante Merkmal dieses Gebäudeteils bilden zwei zueinander versetzte Ebenen. Dadurch entsteht bei dem Obergeschoss eine Auskragung in zwei Richtungen von über einem Meter, welche besondere Anforderungen an die Konstruktion und die Ausführungsplanung stellten. Diese Herausforderungen setzte Brüninghoff durch eine detaillierte Konstruktionsplanung im Bereich der Auskragung um. In mehreren Fassaden- und Schnittansichten wurden die genaue Lage und die Größen der Fassadenplatten im Zusammenhang mit großflächigen Fensterelementen geplant und für die Ausführung vorbereitet.
Mit der Software von Allplan konnte das Büro während des Planungsprozesses, optimal auf die Wünsche des Bauherrn reagieren. Das intelligente Gebäudemodell ermöglichte es den Planern in der Entwurfsphase, zusammen mit dem Bauherrn die Fassadengestaltung und die Formung der Gebäudekubatur zu visualisieren und weiterzuentwickeln. Allplan bietet eine Vielzahl an Möglichkeiten für eine detaillierte Ausführungsplanung. So konnten die Architekten und Ingenieure die Arbeit der Konstrukteure auf der Baustelle erleichtern. Dadurch konnte ein reibungsloser Bauablauf gewährleistet werden. Eine exakte Planung verschiedener Konstruktionsdetails wie Anschlüsse, Durchdringungen und Bewehrungen optimierte bereits in der Planungsphase kritische Punkte der Konstruktion.

Seit 1974 gehört die Brüninghoff GmbH & Co. KG, mit Hauptsitz in Heiden (Münsterland) zu den führenden Hallenbau-Spezialisten in Deutschland. Das Familienunternehmen ist spezialisiert auf die Produktion von vorgefertigten Bauelementen aus Beton, Stahl, Holz und Aluminium sowie auf die Konzeption, Planung und schlüsselfertige Ausführung von Bauprojekten. 365 Mitarbeiter in vier Niederlassungen (Heiden, Hamburg, Niemberg, Villingen-Schwenningen) realisieren europaweit 160 Bauprojekte im Jahr. „Für unsere Bauherren entwickeln wir ein funktionales und persönliches Konzept welches an die besonderen betrieblichen Anforderungen und Wünsche angepasst ist.“ beschreibt Geschäftsführer Frank Steffens einen Grundsatz des Unternehmens. Dies gilt sowohl für moderne, anspruchsvolle Hallenkonstruktionen als auch für Büro- und Verwaltungsimmobilien und Spezialbauten wie Kindertagesstätten, Freizeitanlagen und Flughafenterminals.

„Der Vorteil von Allplan liegt aus meiner Sicht in der Durchgängigkeit der Software und der Vernetzung einzelner Planungsdisziplinen.“
Frank Steffens, Geschäftsführer Brüninghoff GmbH & Co. KG

Der Fokus bei der Brüninghoff GmbH & Co. KG wird in den nächsten Jahren verstärkt auf der Planungsmethode des Building Information Modeling liegen. Hierbei vertraut das Unternehmen auf die Software von Allplan. Sie ermöglicht es dem Unternehmen individuelle Lösungen zu finden und die Projekte von den ersten Skizzen bis hin zur Ausführungsplanung in nur einer einzigen Software immer weiter zu detaillieren und anzupassen.

PROJEKTINFORMATIONEN IM ÜBERBLICK
Schwerpunkt: Architektur
Eingesetzte Software: Allplan Architektur
Projektdaten:
Bauherr: Hesotec GmbH, Dinslaken
Baubeginn: 30.03.2011
Fertigstellung: 30.12.2011
BGF/Nutzfläche: 2653 m² / 2823 m²
Gesamtkosten: 1.500.000 €

Dreibrückenprojekt Nijmegen, Niederlande – Marcel Linderman, Witteveen + Bos

Wie nachhaltiger und zukunftsweisender Hochwasserschutz aussieht, machen uns die Niederländer in Nijmegen eindrucksvoll vor. Dort, gleich hinter der deutschen Grenze am Niederrhein, ist Europas größtes Hochwasserschutzprojekt im Bau. „Ruimte voor de Waal“ heißt es und soll, wie der Name sagt, dem größten niederländischen Fluss, der Waal, mehr Raum geben. Für die Waal wird hinter dem rechten Ufer ein zweites, ebenso breites und vier Kilometer langes Flussbett gegraben.

copyright by Witteveen+Bos

copyright by Witteveen+Bos

Ein Teil des Vorortes Lent wird so zur Insel zwischen zwei Waalarmen und durch drei Brücken mit beiden Waal ufern verbunden. Den Stadtplanern geht es vor allem um einen besseren Überfl utungsschutz: Durch die Änderung des Flusslaufs und den Bau eines Seitenarms werden künftige Hochwasserspitzen um 34 cm gesenkt. Trotzdem ist es gelungen, aus der Pfl ichtaufgabe ein reizvolles Projekt zur Stadtentwicklung zu machen. Auf der gut 2,5 Kilometer langen entstehenden Flussinsel werden neben ökologisch wertvollen Auengebieten auch Erholungs und Freizeitbereiche sowie Wohnhäuser auf Plateaus errichtet. Um das Projekt verwirklichen zu können, sind umfangreiche Eingriffe in die städtische Infrastruktur vonnöten. Die heutige WaalBrücke wird um mehrere 100 Meter verlängert, um den neuen 200 Meter breiten Seitenarm zu überspannen. Darüber hinaus werden zwei neue Brücken gebaut: Die Zitadellen-Brücke verbindet das Festland mit dem westlichen Teil der Insel – hier entsteht ein neues Stadtviertel, die Zitadelle. Die Promenaden-Brücke wird das Festland mit dem mittleren Teil der Insel verbinden. Hier sind hübsche Promenaden geplant, ein kleiner Yachthafen sowie Wohnund Geschäftsgebäude. Für die verantwortlichen Ingenieure von Witteveen + Bos ist ein Brücken bau in diesem Ausmaß eine große Herausforderung, zumal auch der Zeitplan von Anfang an eng gesteckt war. Die ersten Planungen wurden im Jahr 2011 begonnen, bis 2015 sollen die drei tonnenschweren Brücken stehen. Ein so großes Projekt in enorm kurzer Zeit fehlerfrei zu planen, das kann – darin waren sich die niederländischen Ingenieure einige – nur mit sehr harter Arbeit und modernsten Mitteln gelingen: Mit Building Information Modeling (BIM) als effizienter Planungsmethode – und mit Allplan Ingenieurbau als dem richtigen Werkzeug dazu. Das BIMSystem zur dreidimensionalen Schal- und Bewehrungsplanung ermöglicht dem Team von zehn Konstrukteuren und zehn Ingenieuren die integrierte Arbeitsweise an einem virtuellen Tragwerksmodell. In Verbindung mit dem Workgroup Manager kann das Projektteam teils gleichzeitig an einem Gebäudemodell arbeiten und die verschiedenen Planungsschritte genau aufeinander abstimmen. „Wir müssen hunderte Pläne für sämtliche Bauwerke erstellen – und das alles in kürzester Zeit“, so Marcel Linderman, Projektleiter bei Witteveen + Bos. „Das schaffen wir nur, weil wir mit Allplan von Beginn an effektiv arbeiten können. Dank der integrierten Planung sind wir in der Lage, sämtliche Dokumente nicht nur rechtzeitig, sondern darüber hinaus noch fehlerfrei zu liefern.“

Weil alle Bauwerkstrukturen von Anfang an im Gebäudemodell konstruiert werden, können auch die Planungspartner alle Baukörper bis ins Detail verstehen – auch solche mit ungewöhnlichen Formen, wie sie etwa bei der Verlängerung der Waal-Brücke vorkamen. Die Brücke weist hauptsächlich runde Strukturen auf, bei denen sich die Abmessungen und Lage von Stabstählen entsprechend aufwendig gestalten. Dank Allplan lassen sich auch diese Baukörper schnell und exakt bewehren: Die Schalkanten der Konstruktion werden automatisch aus dem Modell übernommen und bilden den Bezugspunkt für die räumliche Anordnung der Bewehrung. Das BIM-Modell ist auch deshalb von großem Vorteil, weil sich daraus alle notwendigen Informationen direkt und stimmig ableiten lassen. Das betrifft nicht nur Schal- und Bewehrungspläne mit Grundrissen, Ansichten und Schnitten, sondern auch Auswertungen wie Stahl- und Biegelisten oder die Volumina an Transportbeton, die sich über die Mengenermittlung gleichfalls automatisch generieren ließen. Bei der Massenermittlung von Beton-Kubaturen oder Schalungsflächen bewährt sich diese Vorgehensweise besonders, schließlich gilt es hier große Stabdurchmesser in komplexer Schalgeometrie einzubauen. Allplan Ingenieurbau ermöglicht den Planern aber auch ein Round-Trip Engineering vom Gebäudemodell zur statischen Berechnung mit Scia Engineer und wieder zurück. Bauteilobjekte aus Allplan werden dazu an das Berechnungssystem übergeben, in mehreren Durchgängen optimiert und wieder an Allplan zurückgespielt. So berechnen die Ingenieure auch die zum Teil extrem dünnen Betonschalen einfach und sicher. Weil das statische System immer mit den entsprechenden Allplan Bauteilen gekoppelt bleibt, bleibt zudem auch die Konsistenz der Daten auf beiden Seiten sichergestellt. Das traditionsreiche Ingenieurbüro Witteveen + Bos wurde 1946 in Deventer gegründet und beschäftigt heute über 900 Mitarbeiter. Das Aufgabenspektrum von Witteveen + Bos umfasst sämtliche Bereiche des konstruktiven Ingenieurbaus.

Schwerpunkt:
Ingenieurbau
Eingesetzte Software:
Allplan Ingenieurbau
Allplan Workgroup Manager
Allplan Brückenbau-Modellierer
Scia Engineer
Projektdaten:
Bauherr: Rijkswaterstaat Nederland mit der Gemeinde Nijmegen
Ausführung in Zusammenarbeit mit Generalunternehmer I-Lent
Planungsbeginn: 2011
Baubeginn: 2012
Fertigstellung: 2015

Fahrradhotel „Der König im Weinberg“ bei Koblenz -Jan Haloschan, Architektur-Masterstudent

Radfahren an der Mosel ist ja eine feine Sache, aber irgendwann sehnt sich vom Rennfahrer bis zum Genießer jeder nach einer Pause. Wenn es nach Jan Haloschan ginge, könnte es die am höchsten Punkt zwischen der Kleinstadt Winningen und Koblenz-Güls geben. Der Architektur-Masterstudent an der Hochschule Koblenz nahm sich nämlich in seiner Bachelorarbeit der Bedürfnisse müder Radelnder an und entwarf mithilfe von Allplan Architecture ein „Bike and Bed“, das sich königlich thronend in den Weinberg einfügt. Dieses Fahrradhotel kann sich nicht nur sehen lassen, es soll es auch. Ein sechsstöckiger Turm mit auffälliger Fassade führt den Veloisten schon von weitem ihr Ziel vor Augen und zeigt ihnen, wie lange sie sich noch abkämpfen müssen.

Copyright by Jan Haloschan Fahradhotel

Copyright by Jan Haloschan Fahradhotel

Der weithin sichtbare Turm ist ab dem ersten Obergeschoss von einer gelochten Vorhangfassade aus Cortenstahlplatten umgeben, unter der sich ein Glaskörper in Pfosten-Riegel-Konstruktion verbirgt. Unter diesem Stahlskelettbau befindet sich ein als Massivbau ausgeführtes Untergeschoss, das sich bis über die andere Seite des Fahrradweges hinaus erstreckt, wo es wieder sichtbar aus dem Hang hervortritt. Im Gegensatz zum Turm soll dieses Volumen hinter die Natur zurücktreten und ist daher in unauffällige Schieferriemchen gekleidet.
Im Turm befinden sich zwischen dem zweiten und sechsten Stock die Gästezimmer mit ein bis zwei Betten und die Sanitärräume. Im ersten Obergeschoss haben Speisesaal und  Selbstbedienungsküche ihren Platz. Empfang, Kiosk und weitere Toiletten liegen im Erdgeschoss. Oberirdisch besitzt das Ganze einen recht einfachen Hostelcharakter. Das ändert sich jedoch, wenn man die „Unterwelt“ betritt. Der Name des Etablissements „Der König im Weinberg“ ließe ja durchaus dionysische Freuden erahnen. Nun fließt zwar im weitgehend
unsichtbaren unterirdischen Teil des „Königs“ nicht unbedingt der Wein. Ein Schlückchen Dolce Vita lässt sich hier aber schon kosten und „feuchtfröhlich“ geht es quasi auch zu. Im Untergeschoss locken nämlich Sauna, Whirlpool und ein Kaminraum. Perfekt, um nach einer langen Radtour zu relaxen. Besonders naturnah und meditativ zeigt sich der Whirlpool. Hier plätschert ein kleiner, vom Weinberg herunterfließender Wasserlauf als Wasserfall durch einen Schacht hinunter. Vom Pool aus kann man wie aus einer Grotte heraus auf die gegenüberliegenden Berge blicken. Wem dieses Zusammenspiel von schmalen Oberlichtern, Schieferverblendstein und Sichtbeton in Kombination mit einem geführten Ausblick bekannt vorkommt, darf seinem Gefühl durchaus trauen: Haloschan ließ sich von Peter Zumthors Therme in Vals inspirieren.

Ein reiner Wellness-Bereich ist das Untergeschoss dann aber auch wieder nicht. Man darf schließlich nicht vergessen, dass in diesem „Bike and Bed“auch Fahrräder einer Unterkunft und etwas Pflege bedürfen. Daher betritt man hier auch per Rampe mit seinem Rad das Gebäude, wo man den Drahtesel augenblicklich im Fahrradkeller abstellen oder in der Werkstatt nebenan die quietschende Kette ölen lassen kann. Nachdem der Entwurf in Form von Handzeichnungen bereits feststand, zeichnete Haloschan zunächst die Grundrisse, Ansichten und Schnitte in Allplan in 2D. Für die Visualisierungen baute er den Entwurf (Innen- und Außenwände, Decken, Öffnungen, Möblierungen) mit 3D-Modulen nach. Die Fensteröffnungen in der Cortenstahl-Fassade entstanden mithilfe des Wand-Moduls. Den 3D-Elementen wurden verschiedene Farben zugewiesen, so dass diesen nach Fertigstellung des digitalen Modells in CINEMA 4D Materialien zugeordnet und die einzelnen Bereiche aus verschiedenen Außen- und Innenperspektiven gerendert werden konnten. Die fertigen Visualisierungen wurden schließlich
mit Grundrissen, Ansichten, Schnitten, Piktogrammen und Texten im Allplan
Planlayout zusammengestellt und abschließend als PDF exportiert.

Seit 2011 studiert Jan Haloschan Architektur an der Hochschule Koblenz. 2013/14 absoliverte er ein Auslandssemester an der Berner Fachhochschule. Dort lernte er im Rahmen zahlreicher Vorträge und eigener wissenschaftlicher Untersuchungen, wie wichtig die Auseinandersetzung und der sensible Umgang mit dem spezifischen Ort für den Entwurfsprozess sind. Seit September 2015 macht er seinen Master an der Hochschule Koblenz. Am architektonischen
Entwerfen reizt ihn insbesondere die ganzheitliche Durchplanung von Bauaufgaben. „Ich bin immer wieder von Architektur beeindruckt, bei der von der städtebaulichen Fügung über das äußere Erscheinungsbild und der Raumabfolge bis hin zu den Details wie Materialwahl, Lichteinfall und Möblierung ein harmonisches Zusammenspiel entsteht“, so Haloschan. Indes besitzt er eine klare Vision dessen, was Architektur zu leisten hat: „Ziel eines jeden Entwurfs
sollte es sein, den umbauten Räumen sowie den Freiräumen eine Atmosphäre einzuhauchen, die die Menschen gesund und glücklich macht.“

„Dank Allplan Architecture war es mir möglich, die zunächst skizzenhafte Entwurfsidee maßstäblich weiterzuentwickeln sowie ein detailliertes 3D-Modell zu erstellen, um
die Proportionen zu überprüfen und dem gewünschten Erscheinungsbild anzupassen.“
Jan Haloschan, Architektur-Masterstudent

03.2016 Allplan GmbH, Munich, Germany; © Projekt: „Byke & Bed“ am Moselradweg – Der König im Weinberg; Copyright: Jan Haloschan

Feuerwehrhaus Wellendingen, Deutschland – Bernd Mattern, md2. Architekten

Funktionalität und Design zeichnen das neue Feuerwehrhaus in Wellendingen aus. Der moderne Neubau entstand im Zuge einer Ortskernerneuerung. Dazu wurde das bestehende und zu klein gewordene Feuerwehrgerätehaus in der Ortsmitte abgerissen und ein Neubau am Rand des Dorfkerns entlang der Ortsdurchfahrt errichtet. Die Herausforderung für md2. Architekten: ein Gebäude zu gestalten, das einen eigenständigen Akzent setzt, zugleich aber auch Wiedererkennungswert für die Öffentlichkeit bietet. Entstanden ist ein zeitgemäßes Funktionsgebäude, das sich architektonisch kunstvoll ins Ortsbild einfügt.

copyright by md2 Architekten

copyright by md2 Architekten

Gelöst haben die Planer diese Anforderung mit viel Kreativität, Erfahrung und der leistungsstarken BIM-Software Allplan Architektur. Öffentliche Bauten gehören zum Spezialgebiet und Kernrepertoire des Architekturbüros, das 2003 von Bernd Mattern und David Dominguez gegründet wurde. Auch in der Gemeinde Wellendingen ist das Feuerwehrhaus nicht das erste mit Allplan erfolgreich geplante Projekt der Architekten. Dementsprechend groß war der Vertrauensvorschuss des Bauherrn. Eine stabile Basis, die zusammenmit mit der BIM-Lösung Allplan eine optimale Kombination ergab. Die Planer arbeiteten von der ersten Entwurfsphase bis hin zur Fertigstellung im intelligenten Allplan Gebäudemodell. Darin führten sie über die gesamte Planungs- und Bauphase hinweg alle projektrelevanten Informationen zentral zusammen. Das vereinfachte nicht nur die Abstimmung mit dem Bauherrn und den beteiligten Projektpartnern, auch Planungsfehler, z.B. durch Kollisionen von Bauteilen konnten schon im Vorfeld vermieden werden.

Download Anwenderbericht md2

Die fehlerfreie Planung durch alle Leistungsphasen ermöglichte es, die funktionalen Anforderungen an ein Feuerwehrhaus schnell und zielgerichtet umzusetzen. Und das heißt: barriere- und kollisionsfreie Abläufe für die knapp 40 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Wellendingen auf allen Ebenen. Von einem Gebäude erfordert das eine durchdachte und barrierefreie Planung – von der Anfahrt der PKW-Stellplätze über den Zugang ins Gebäude und die Umkleiden bis hin zum Betreten und Verlassen der Fahrzeughalle. Bei der Umsetzung zeigten auch die Architekten vollen Einsatz: Der archetypische Längskörper des Feuerwehrhauses besticht durch klare Geometrie und funktionale Nutzung. Sogar die Vordächer erfüllen ihren Zweck als Aufenthalts- und Rettungsflächen. Im Erdgeschoss, einem anthrazitfarbenen Sockel, sind die Mannschafts- und Versorgungsräume untergebracht. Darüber erstreckt sich ein markant überhängendes Geschoss mit klassischem Giebel. Darinbefindet sich der Sozialtrakt mit Schulungs-, Lager- und Büroräumen. Der präzisedurchgezogene Einschnitt von einer Giebelseite zur anderen über die komplette Längsseite verleiht dem Gebäude gezielte Transparenz. Rückwärtig an den Längskörper ist der Funktionstrakt angegliedert. Hier befinden sich die Fahrzeughalle für vier Einsatzfahrzeuge, Waschhalle und Werkstätten. Roher Beton und dezente Farbakzente in rot unterstreichen die Funktionsbereiche des Gebäudes von außen. Die pure Fassade des aufgesetzten Tubus setzt einen eigenständigen Akzent durch eine silberschimmernde Effektbeschichtung mit Metallocryl – eine hochwertige Beschichtung, die ursprünglich für die Außenfassade der Allianz Arena in München entwickelt wurde.

Die Sozietät md2. Architekten wurde 2003 von den freien Architekten Bernd Mattern und David Dominguez gegründet. Das Leistungsspektrum der Architekten erfasst die unterschiedlichsten Bauaufgaben in sämtlichen Leistungsphasen der HOAI. Schwerpunkte des Büros liegen unter anderem im Wohnungsbau, im Industriebau und dem Bau öffentlicher Gebäude.

PROJEKTINFORMATIONEN IM ÜBERBLICK
Schwerpunkt: Architektur f. öffentliche Gebäude Lph 1-8
Eingesetzte Software: Allplan Architektur
Projektdaten:
Bauherr: Gemeinde Wellendingen
Planungsbeginn: 2009
Baubeginn: 2010
Fertigstellung: 2011
BGF/Nutzfläche: 1.076 m² / 814 m²
Gesamtbaukosten: KG 200-700: 1,73 Mio. Euro

„Gerade für kleinere Architekturbüros ist es wichtig, äußerst effizient zu arbeiten. Allplan Architektur liefert uns präzise Ergebnisse ohne Zwischenschritte, denn alle Mengen und Kosten lassen sich aus einem Modell ableiten.“ Bernd Mattern, md2. Architekten

La Maison Kangourou, Frankreich – Johann Gemar, Archipel41

copyright by Archipel41

Was haben ein Architekturbüro und eine Kinderkrippe gemeinsam? Ganz einfach: sie teilen dieselbe Vision! Und zwar, kindgerechte Betreuungsplätze für die Kleinsten zu schaffen. Bei der Gründung ihres Architekturbüros Archipel41 im Jahr 2001 stellten die Geschäftsführer Laurent Dachet, Marco Ferrer, Carlos Vasconcelos und Christophe Alamargot fest, wie schwierig es für ihre Mitarbeiter war, Kinderbetreuungsplätze in der Nähe ihres Arbeitsplatzes zu finden. Um diesem Engpass langfristig entgegenzutreten, starteten sie eine Partnerschaft mit der sozialen Organisation „La Maison Kangourou“. Sie führt etwa 20 Kinderkrippen in Paris und Umgebung mit dem Ziel, Kindern und Familien Raum für Austausch und Entwicklung zu bieten – durch gegenseitigen Respekt, qualifizierte Betreuer und einer Gebäude-Konzeption, die höchsten architektonischen Ansprüchen gerecht wird.

copyright by Archipel41

copyright by Archipel41

Gemeinsam mit Archipel41 sind bislang sieben Kinderkrippen gebaut worden. Das neueste und zugleich größte Projekt der beiden Partner entsteht derzeit in Saint Mard, einer Gemeinde etwa 45 Kilometer nördlich von Paris. Die Architekten planen hier zwei pavillonartige Häuser für Kinder und Mitarbeiter in einem Gebäude. Dieser Aufbau will vor allem das soziale Miteinander fördern. Die Kinder dürfen und sollen sich bewusst frei im Haus bewegen und zwischen den Räumen hin und her pendeln. Sogar der offene Außenbereich in der Mitte des Gebäudes ist für die Kinder frei zugänglich. Um viel Tageslicht ins Innere zu lassen, wurden die Fenster bis auf Sockelhöhe heruntergezogen. Das macht die Raumatmosphäre hell und freundlich. Auch der Sicherheit wird Rechnung getragen: Dank der offenen Architektur haben die Mitarbeiter die Spielbereiche von allen Seiten stets im Blick. „Orte zum Leben“, nennen die Planer ihre Bauprojekte für Kinder. Dabei verfolgen sie den Ansatz, Architektur, Technik und eine kindgerechte Umsetzung in Einklang zu bringen. Das erfordert eine durchdachte, barrierefreie Planung und eine leistungsstarke Software. Die Architekten nutzen deshalb die BIM-Lösung Allplan für alle Leistungsphasen. Von den ersten Entwürfen bis hin zur Fertigstellung arbeiteten sie im intelligenten Allplan Gebäudemodell. Darin werden über die gesamte Planungs- und Bauphase hinweg alle wichtigen Planungsdaten zentral erfasst. Durch die methodische Gebäudekonzeption in Verbindung mit der Planung in 3D haben die Planer das Projekt immer im Griff. Durch die integrierte Projektbearbeitung lassen sich auch Planungsfehler, z.B. Kollisionen von Bauteilen, bereits im Vorfeld erkennen und vermeiden.

Die fehlerfreie Planung durch alle Leistungsphasen ermöglicht es den Architekten, die funktionalen Anforderungen an eine Kinderkrippe schnell und zielgerichtet umzusetzen. Und das heißt: sichere Abläufe für die Kinder und Mitarbeiter auf allen Ebenen zu schaffen. Die Sicherheit in der Planung durch alle Leistungsphasen hindurch ermöglicht es zudem, alle Projektanforderungen wie gewünscht umzusetzen. Eine reibungslose interdisziplinäre Zusammenarbeit ist zum einen Voraussetzung, um Projekte technisch und kostenbewusst zu realisieren. Durch den Austausch steigt aber auch das Verständnis für die Bedürfnisse der anderen Fachplaner. Allplan als interdisziplinäre Plattform unterstützt den Informationsaustausch mit mehr als 50 Dateiformaten. Die Planer können ihre Daten so nicht nur einfach und schnell an ihre Planungspartner verteilen, auch die Abstimmung läuft äußerst unkompliziert. Die neue Kinderkrippe in Saint Mard wird voraussichtlich im Dezember 2015 eröffnet. Ein neuer „Ort zum Leben“ wird hier entstehen, ein Ort, an dem sich Kleinkinder wohlfühlen und entwickeln können.

„Unsere Kunden und Partner erwarten von uns schnell verlässliche Ergebnisse. Mit Allplan sind wir dieser Herausforderung gewachsen.“
Johann Gemar, Archipel41

Archipel41 wurde 2001 von Laurent Dachte, Marco Ferrer, Carlos Vasconcelos und Christophe Alamargot gegründet und beschäftigt heute 13 Mitarbeiter.
Das Leistungsspektrum der Architekten erfasst die unterschiedlichsten Bauaufgaben in sämtlichen Leistungsphasen. Schwerpunkte liegen unter anderem in der Planung von Sozial- und Gewerbebauten.

PROJEKTINFORMATIONEN IM ÜBERBLICK

Schwerpunkt: Sozial- und Gewerbebau
Eingesetzte Software: Allplan Architektur
Projektdaten:
Bauherr: Association des crèches Kangourou
Planungsbeginn: 01/2014
Baubeginn: voraussichtl. Frühjahr 2015
Fertigstellung: voraussichtl. Dez. 2015
Nutzfläche: 518m²
Gesamtkosten: 6 Mio. Euro

© 11.2014 Allplan GmbH, Munich, Germany; © Bilder: Archipel41

FCS Park Schaffhausen, Schweiz – 4D Design Loosli

„Durch den Einsatz von Allplan und CINEMA 4D konnte ich die Aufgaben in sehr kurzer Zeit bewältigen. Dies gelang, weil ich von Anfang an mit beiden Programmen parallel arbeiten konnte.“
Hardy Loosli, 4D Design Loosli, Bern/Schweiz

copyright by  4D Design Loosli

copyright by 4D Design Loosli

Ein ungewöhnliches Ensemble wird die Schaffhausener Fußballfans erwarten, wenn sie 2011 ihr
eigenes Stadion haben. Anstatt auf ebener Erde werden die Kicker des FC Schaffhausen wohl künftig in luftiger Höhe, nämlich sechs Meter über dem Boden eines insgesamt neun Stockwerke (sieben oberirdisch, zwei unterirdisch) umfassenden Gebäudekomplexes, das runde Leder in Richtung Tor treten. Unter ihren Füßen können die weniger Fußballbegeisterten in einer modernen Shopping Mall über zwei Stockwerke hinweg ihren Einkaufsbummel genießen. Zusätzlich ist noch ein Hotel mit mehr als 130 Zimmern eingeplant, das sich über zwei Etagen erstreckt sowie Restaurants, Büros und diverse Dienstleistungsangebote.

Mantelnutzung heißt das Zauberwort, denn der FCS Park in Schaffhausen bietet weit mehr als nur Nervenkitzel für Fußballfans. Eine Vielzahl an Nutzungsmöglichkeiten steht den Betreibern dieser innovativen Form von Gebäudestruktur zur Verfügung. Der Fantasie sind praktisch keine Grenzen gesetzt. Der große Vorteil: mit den Erträgen aus dem, was rund um das Fußballfeld entsteht, wird das Stadion Schaffhausen selbst größtenteils finanziert. In Bern und Basel ist das Prinzip des Fußballstadions mit Mantelnutzung  eine Erfindung der Marazzi Generalunternehmung AG mit Hauptsitz in Muri bei Bern bereits erfolgreich umgesetzt worden.

Komplexe Projektplanung mit Allplan und CINEMA 4D

Für den ETH-Architekten Hardy Loosli aus Bern ist der FCS-Park in Schaffhausen nicht das erste Bauvorhaben dieser Art, welches er alleine oder – wie in diesem Fall – in einem Planungsteam bearbeitet. Neben der Mitarbeit am Stade-de-Suisse in Bern erarbeitete er im Auf trag der Marazzi GU AG auch mehrere Vorprojekte für Fußballstadien in Thun. Projektplanung und 3D-Visualisierungen sind das Spezialgebiet des vor sechs Jahren gegründeten Büros 4D Design Loosli. Von Anfang an hat man hier auf Allplan und CINEMA 4D gesetzt. „Besonders bei so komplexen Projekten wie dem Stadion in Schaffhausen kommt 3D schnell ins Spiel“, betont Hardy Loosli. Meist arbeitet er in der Planungsphase zu Beginn ausschließlich in 2D. Der Wechsel in die Dreidimensionalität erfolgt erst in einem fortgeschrittenen Stadium. Doch beim FCS Park Schaffhausen musste er zu einer neuen Methode greifen: „Hier haben wir aus Zeitgründen bereits in einem sehr frühen Planungsabschnitt 2D und 3D parallel laufen lassen, erklärt Hardy Loosli. Bei so einer Vorgehensweise ist die Doppelspitze aus Allplan und CINEMA 4D für ihn ideal, da die beiden Programme Hand in Hand gehen. Mit diesem dynamischen Duo erhält er zügig aussagekräftige Visualisierungen von Projekt- und Gestaltungsvarianten, welche rasch beurteilt werden können und zu schnellen Entscheidungsfindungen führen. Und aus diesen 3D-Modellen lassen sich dann in kurzer Zeit die nötigen Berechnungen und Kostenschätzungen ableiten. Mit dieser gleichzeitigen Planung in 2D und 3D konnte er selbst unter hohem Zeitdruck zu sehr guten Ergebnissen gelangen.

Unterschiedliche Nutzungen mit Allplan gut im Griff

Für das Architektenteam FRB+ (Ittigen), OMG+ (Winterthur) und 4D Design Loosli stellt die Lage des Stadions im Obergeschoss eine Herausforderung dar. Das wirkt sich auf die Entfluchtung der bis zu 10.000 Zuschauer und natürlich auf die gesamte Statik des Gebäudes aus. Zudem musste als Zugang für LKWs und Rettungsfahrzeuge eine große Rampe hinauf auf die obere Ebene gebaut werden. Eine weitere Herausforderung war die Vielfalt der Nutzungen, die zu etlichen Knotenpunkten führte, welche Hardy Loosli und das Planungsteam mit Allplan planerisch geschickt auflösen konnten. Dazu kommt noch, dass bei dem Projekt FCS Park Schaffhausen besonders viele verschiedene Vorschriften zu beachten waren. Sowohl die UEFA, FIFA, der Schweizerische Fußballverband und das Fernsehen haben unzählige Vorgaben, denen es gerecht zu werden gilt. Auch im Bereich der Beleuchtung: Diese muss nicht nur für die Zuschauer und Spieler ausreichen sondern vor allem auch den besonderen Erfordernissen einer Fernsehübertragung genügen. Ein Bauvorhaben dieser Komplexität lässt sich planerisch nur noch mit Hilfe von dreidimensionalen, digitalen Modellen bewältigen, so Hardy Loosli. Hier braucht es ausgereifte Systeme wie Allplan und CINEMA 4D, die dem Architekten eine fachgerechte Projektstruktur bieten und die nötige Planungssicherheit durch eine ständige visuelle Kontrolle gewährleisten. Das Ergebnis dieser Arbeit hat überzeugt: Die großen multimedialen Präsentationen des Projektes mit vielen Ansichten und Animationen in 3D vor den Behörden und in der Öffentlichkeit waren ein voller Erfolg. Die Genehmigung des Projektes ist jetzt nur noch eine Formsache.

Integriertes Arbeiten spart Zeit und Kosten

Auch der umfangreiche Datenaustausch und die Abstimmungsprozesse mit Bauherren und Partnern wie Marazzi Generalunternehmung AG, FRB+ Partner Architekten AG oder OMG+ Partner Architekten AG hat dank der vielen Schnittstellen bei Allplan reibungslos funktioniert. Integriertes Arbeiten, bei dem alle Spezialisten zur gleichen Zeit auf den selben Informationsstand zugreifen müssen, spielt für Hardy Loosli eine zentrale Rolle. Nur so kann er den immer größer werdenden Zeit- und Kostendruck in den Griff bekommen. Hardy Loosli sieht in der 3D-Planung und Visualisierung eine zentrale Arbeitstechnik für die Zukunft. Bei Architektur-Wettbewerben werden immer öfter digitale Visualisierungen statt der herkömmmlichen Gipsmodelle gefordert. Und auch der Kunde ist mit dreidimensionalen Bildern, virtuellen Begehungen und anderen Animationen leichter und schneller zu überzeugen. Nicht jeder Bauherr tut sich mit dem Interpretieren zweidimensionaler Pläne leicht. Allplan sei für diese Aufgaben die ideale Software, meint der Schweizer Architekt: „Es überzeugt mich vor allem wegen der konsequenten Weiterentwicklung der 3D-Planungsinstrumente und den immer wichtiger werdenden vielseitigen Schnittstellen“.

Sie haben sich mit Ihrem Architekturbüro 4D Design Loosli auf Projekt planung und 3D-Visualisierung spezialisiert. Warum haben Sie sich für diese Themenfelder entschieden?

Bevor ich mein eigenes Büro gründete, habe ich sieben Jahre in der Planungsabteilung eines großen Architekturbüros gearbeitet und dort auch meine ersten Gehversuche mit Allplan gemacht. In dieser Zeit wurde mir klar, dass es im Bereich der digitalen Visualisierungen eine Marktlücke gibt, die ich als junger Architekt nutzen konnte. Mit der Software von Nemetschek hatte ich auch sofort das richtige Handwerkszeug dafür parat.

Sie haben also von Anfang an auf Allplan und die Visualisierungssoftware CINEMA 4D gesetzt. Was überzeugt Sie an diesen beiden Anwendungen?

Mich überzeugt vor allem die konsequente Weiterentwicklung der Nemetschek-Produkte über die Jahre hinweg. Damit meine ich besonders die Anpassungen auf die spezifischen Kundenbedürfnisse wie Bedienerfreundlichkeit, die vereinfachten Abstimmungsprozesse mit Hilfe des PDF-Austauschformats oder der Vielzahl an funktionierenden Schnittstellen.

Wie haben Ihnen Allplan und CINEMA 4D geholfen, das Projekt FCS Park Schaffhausen mit seinen charakteristischen Anforderungen zu bewältigen?

Durch den Einsatz von Allplan und CINEMA 4D konnte ich die mir gestellten Aufgaben in sehr kurzer Zeit bewältigen. Dies gelang nur deshalb, weil ich von Anfang an mit beiden Programmen parallel arbeiten konnte, statt erst die 2D-Planung durchzuführen und dann zu 3D zu wechseln. Auch Gestaltungsvarianten lassen sich mit Allplan sehr einfach und schnell erstellen und erleichtern bzw. verkürzen den Entscheidungsprozess mit dem Bauherrn.

Wo sehen Sie zukünftige Trends in der Planung?

Viele moderne Bauwerke werden immer komplexer. Immer häufiger findet man Projekte mit schwierigen amorphen Formen und Geometrien. Solche Gebäude lassen sich nur vernünftig planen, wenn man von Anfang an dreidimensional arbeitet. Eine zentrale Rolle spielt auch die integrierte Planung, bei der alle Beteiligten auf den gleichen Informationsstand zugreifen können und ein reibungsloser Datenaustausch gewährleistet ist. Diesen beiden Entwicklungen hin zur Architektur von morgen trägt Nemetschek mit seinem Software-Portfolio in vollem Umfang Rechnung.

Interview mit Hardy Loosli von 4D Design Loosli

Autismuszentrums in Dubai – Koschany + Zimmer Architekten KZA

Mit professionellen 3D-Visualisierungen lassen sich Gebäude bereits weit vor Baubeginn virtuell begehen und in die bestehende Umgebung integrieren. Sie sind ein entscheidender Pluspunkt bei der Beratung von Bauherren und liefern ein starkes Verkaufs-argument. Koschany + Zimmer Architekten KZA ließ mit Hilfe von Allplan und CINEMA 4D wirklichkeitsgetreue Animationen erstellen, die bei der architektonischen Planung des Autismuszentrums in Dubai von zentraler Bedeutung waren.

„Ein Gebäude zu entwerfen, in dem sich autistische Kinder wohl fühlen und das voll auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten ist, stellt eine besonders große Herausforderung dar“, schildert Christina Maas, Projektleiterin bei Koschany + Zimmer Architekten KZA. Im vorgeschalteten Wettbewerb 2005 mit dem ersten Preis gewürdigt, entwickelten KZA als bauliche Planer zusammen mit dem Dubai International Financial Centre (DIFC) ein Therapie- und Schulzentrum für autistische Kinder in Dubai. Bauherr ist das Dubai Autism Center unter der Schirmherrschaft von Sheikh Bin Rashid Al Maktoum. Der Baustart für das 16 Millionen Euro teure Projekt fand Anfang 2008 auf einem großzügigen und zentral gelegenen Gelände inmitten des traditionellen Schulviertels Al Garhoud statt. Die Fertigstellung ist für 2009/2010 geplant. „Mit dem Bau des Zentrums wird dem Bedarf der arabischen Metropole an Therapie- und Schulmöglichkeiten Rechnung getragen“, erklärt die für den Entwurf verantwortliche Architektin Christina Maas von KZA. Das Architekturbüro mit 50 Mitarbeitern wurde 1959 in Essen gegründet und wird seit 1995 in der zweiten Generation von Axel Koschany und Wolfgang Zimmer geführt. Seit 2005 gibt es ein Büro in Dubai, ebenfalls mit den Schwerpunkten Architektur, Baubegleitung und Generalplanung sowie Baumanagement. „Wir sind heute immer stärker mit der Herausforderung einer schnellen und wirtschaftlichen Planung konfrontiert, die zu einem kreativen, auf die besonderen Nutzerbedürfnisse abgestellten und kostenoptimierten Entwurf führen soll“, so Christina Maas. „Daher ist der Einsatz von intelligenten Softwarelösungen für uns sehr wichtig. Bereits seit mehr als zehn Jahren setzen wir auf die Programme von Nemetschek, die uns bei unserer täglichen Arbeit unterstützen.“

Koschany und Zimmer

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Sanfte Architektursprache für autistische Kinder

Die Bauaufgabe an sich, ein funktionelles, gleichzeitig aber auch optisch ansprechendes Gebäude für autistische Kinder zu entwerfen, stellte für KZA eine große Herausforderung dar. In der Einrichtung werden Dinge des täglichen Lebens wie Sozialverhalten, Wahrnehmung und Kommunikation geschult. So soll einer erheblichen Beeinträchtigung des Alltags der Betroffenen gezielt entgegen gewirkt werden. Die intensive Auseinandersetzung mit den Bedürfnissen autistischer Kinder führte zu einer klar gegliederten und ausgewogenen Architektur. Großzügige Raumstrukturen, Rundungen und kindgerechte, farbige Akzente bestimmen das architektonische Konzept. „Es war uns sehr wichtig, mit einer ruhigen, nahezu sanften Architektursprache, vielen Rückzugsmöglichkeiten und großzügig verschatteten und begrünten Außenanlagen den Bedürfnissen autistischer Kinder nachzukommen“, fasst Christina Maas zusammen. Für eine professionelle Umsetzung des Entwurfs setzte das Team von KZA auf Allplan von Nemetschek. Mit der aktuellen Version sind die Architekten in der Lage, über eine Ordnungsstruktur verschiedene Nutzungsarten der CAD-Software abzubilden. Vom Konstruieren in 2D über die 2½D-Eingabe bis hin zum bauteilorientierten Gebäudemodell können diese Nutzungsarten innerhalb eines Projektes je nach Bedarf beliebig kombiniert werden. Zur einheitlichen Verwaltung und Organisation der Projektdaten, Zeichnungen und Pläne verwendete KZA den Workgroup Manager von Allplan. Er gewährleistet den gleichzeitigen Zugriff auf das Projekt von jedem Arbeitsplatz aus und stellt so die Basis für eine gut funktionierende Zusammenarbeit. Das parallele Arbeiten im Team bedeutet vor allem Komfort und Zeitgewinn. Alle Beteiligten sind dabei stets auf dem neuesten Stand – ohne Kopieren und Aktualisieren der Daten oder zeitaufwändige Abstimmungsprozesse. „Der konsistente Datenbestand ist für uns ein riesiger Vorteil im Planungsalltag“, resümiert Lilian Panek, Architektin bei KZA. „Auch die Projektstruktur erleichtert unser Arbeiten, denn so werden unsere Projekte automatisch sinnvoll gegliedert.“

Zusammenspiel von Allplan und CINEMA 4D

Professionelle Visualisierungen liefern heute eine unverzichtbare Entscheidungsgrundlage für alle Beteiligten. Mit Allplan und CINEMA 4D erstellte Marcus Kittelmann von planlos, Büro für visuelle Kommunikation, für KZA wirklichkeitsgetreue Animationen des Autismuszentrums Dubai und machte damit das Gebäude bereits im Wettbewerb virtuell erlebbar. Planungsgrundlage sind für Marcus Kittelmann meistens grobe Entwurfskizzen oder auch ausgefeilte Planungsunterlagen in 2D, auf denen das 3D-Modell aufbaut. Das Modell wird in Allplan erstellt und ab einem bestimmten Zeitpunkt nach CINEMA 4D übergeben und dort weiter ausgearbeitet. „Das Zusammenspiel von Allplan und CINEMA 4D ist dabei sehr komfortabel. Mittels eines Knopfdrucks kann das Modell sofort von Allplan an CINEMA 4D weiter gegeben werden. Alle in Allplan voreingestellten Strukturen bleiben erhalten. Gebe ich beispielsweise einem Teilbild in Allplan einen Namen, so wird dieser automatisch in CINEMA 4D übertragen“, erklärt Marcus Kittelmann. Auch die Benutzerführung von CINEMA 4D überzeugt: „Wir setzen bereits seit 2000 auf CINEMA 4D, das Arbeiten läuft dabei schnell und reibungslos.“ Eine besondere Herausforderung bei der Animation des Autismuszentrums stellten für den Experten für visuelle Kommunikation die Rundungen dar: „Bei runden Formen bedarf es immer einer sehr gründlichen Vorarbeit, denn während der Entwurfsphase kommt es regelmäßig zu Änderungen. Da wir nicht mit Architekturbauteilen arbeiten, sondern frei modellieren, stößt man bei runden Bauteilen zuweilen an seine Grenzen. Mit CINEMA 4D hat das freie Modellieren jedoch auch bei Änderungen immer gut funktioniert.“ Anhand der detaillierten Visualisierungen waren die Architekten von KZA in der Lage, jede Idee präzise und schnell umzusetzen und das Vertrauen des Bauherrn zu gewinnen: „Die Ergebnisse, die mit Allplan und CINEMA 4D erzielt werden, sind immer wieder erstaunlich. Die wirklichkeitsgetreuen Animationen stellen für uns ein unverzichtbares Instrument dar, um noch bestehende Zweifel beim Bauherrn auszuräumen und damit den Grundstein für eine erfolgreiche Zusammenarbeit zu legen“, erklärt Lilian Panek.

Warum setzen Sie auf Allplan Architektur von Nemetschek?

Mit Allplan hatten wir von Anfang an ein transparentes Planungssystem, das uns auch bei komplexen Aufgaben unterstützte. Nicht ohne Grund setzen wir bereits seit mehr als zehn Jahren auf die Software von Nemetschek – und werden dies auch in Zukunft bei allen anstehenden Projekten tun.

Warum sind professionelle Visualisierungen heute in der Zusammenarbeit mit Kunden so wichtig?

Visualisierungen werden heute im Allgemeinen für Wettbewerbe oder Vermarktungsunterlagen erstellt. Auch für große Präsentationen vor den Auftraggebern sind diese mehr als hilfreich und räumen letzte Zweifel aus. Werden die so erstellten Visualisierungen dann noch in reale Fotos, beispielsweise der Umgebung, eingebaut, geben sie einen untrügerischen Gesamteindruck wieder. Damit kann man fast jeden überzeugen.

Wie sehen Ihrer Meinung nach gegenwärtige und zukünftige Trends in der Architekturbranche aus?

Nachhaltigkeit zählt gerade in der Architektur heute mehr denn je. In Zeiten der steigenden Energie- und Unterhaltskosten von Gebäuden ist das Thema „nachhaltiges Bauen“ in aller Munde. Gebäude der Zukunft müssen energietechnisch optimiert sein und Nachhaltigkeitskriterien erfüllen. Die Klassifizierung als „Green Building“ ist ein neuerAspekt, der in Zukunft ein ebenso wichtiges Qualitätskriterium darstellen wird, wie die gelungene städtebauliche Figur oder der herausragende Entwurf mit dem besonderen Alleinstellungsmerkmal.

Interview mit Lilian Panek, Koschany + Zimmer Architekten KZA