DGM- Digitales Geländemodell aus Ebenen und Flächen

Allplan CAD Lösung

DGM- Digitales Geländemodell

Wie kann aus 3D- Flächen im AxxxCAD- (DWG-) Format ein DGM bzw. ALLPLAN Ebenenmodell aus Architekturebenen erzeugt werden?

Autor : Dieser Beitrag wurde erstellt von md2 architekten – Bernd Mattern

Mit dem DGM- Modul in 10 Schritten zum Ziel:

Vorgehensweise

  1. Einstellen der Optionen im Allplan-Menu
Abbildung 1: Punktsymbol und Linien auf 3D stellen!

Abbildung 1: Punktsymbol und Linien auf 3D stellen!

2. Das DWG- Modell, welches vom Geometer zur Verfügung gestellt wurde, in Allplan importieren, falls erforderlich mit Offset bzw. Verschiebung an den Nullpunkt.

3. Die 3D- Flächen des DWG-Modells werden aufgelöst: Export des DWG-Modells aus Allplan als DWG-Modell. Übertragen wird alles- 2D/3D. In den Optionen unter ‚Erweiterte Einstellungen‘ müssen Flächen und Polygone auflösen angehakt werden.

4. Nun wird die soeben erzeugte DWG-Datei mit den aufgelösten Elementen wieder in Allplan auf ein freies Teilbild importiert.

5. Aus diesem nun eingelesenen DWG- Teilbild werden im Modul Gelände/ Lageplan die Verbindungslinien als Bruchkanten exportiert:

Abbildung 2: Export von Verbindungslinien

Abbildung 2: Export von Verbindungslinien

ACHTUNG:  Sollten auf den Daten des Geometers keine Geländepunkte vorhanden sein, an stattdessen nur Makros o.ä., müssen die Geländepunkte erzeugt werden und auf das TB mit den zu exportierenden 3D-Linien kopiert werden. Hierzu führt man den Befehl ‚3D-Elemente in DGM-Elemente wandeln‘ aus, wählt ein freies TB auf welches das Ergebnis abgelegt wird und löst das darauf erzeugte DGM wieder auf, sofern Vermaschen bei der Erzeugung aktiviert wurde. Die nun dargestellten Geländepunkte werden auf das TB mit den 3D-Linien des Geometers kopiert (‚Dokumentübergreifend Kopieren‘), danach erfolgt der Export der Punktdatei ohne Fehler.

Abbildung 3: Allplan-Hilfe; Suchwort "Bruchkante"

Abbildung 3: Allplan-Hilfe; Suchwort „Bruchkante“

6. Teilbild der importierten DWG-Datei aktiv schalten und ins Modul Gelände/ Digitales Geländemodel Befehl ‚ 3D-Elemente in DGM-Elemente wandeln‘ ausführen und dabei ein freies TB wählen, auf welchem die damit erzeugten Elemente abgelegt werden (Abbildung 4) Die anschließend erneut erscheinende Teilbildanwahl wird mit ESC beendet.

Abbildung 4: Es werden Geländepunkte aus den Elementverbindungen der DWG-Zeichnung erzeugt

Abbildung 4: Es werden Geländepunkte aus den Elementverbindungen der DWG-Zeichnung erzeugt

7. Nun wird zum Teilbild gewechselt auf welches soeben die DGM-Daten erzeugt wurde. Sollten hier Netzpunkte enthalten sein, die aufgrund der Höhe definitiv nicht zum DGM gehören, bitte das vermaschte Modell mit ‚DGM auflösen‘ zur Darstellung der Geländepunkte führen.

Nun nochmals neu vermaschen mit ‚Dreiecksnetz vermaschen‘ und der Eingabeoption „Neu“, wobei diejenigen Geländepunkte welche nicht ins Netz aufgenommen werden sollen ausgespart werden bei der Aktivierung der Punkte. Eventuell können diese „Störpunkte“ auch gelöscht werden nachdem das DGM aufgelöst ist.

8. Das DGM ist nun aus den gewünschten Punkten hergestellt und nach dem Prinzip der „minimalen Dreiecksseitensumme“ vermascht. Demzufolge sind Bruchkanten- also Zwangslinien als vorgegebene Verbindung zwischen Punkten erforderlich.

Diese „Zwangsverbindungen“ werden durch den Import der Linien hergestellt:

Sie befinden sich immer noch im Modul Gelände/ Digitales Geländemodell und aktivieren den Befehl ‚Punktdatei importieren, exportieren‘ , stellen im Befehlsmenu auf ‚Import‘ um und lesen die zuvor unter Punkt 5 erzeugte Datei (z.B. linien.lin) nach einem Klick auf das DGM-Modell ein.

Abbildung 5: Import der Linien als Bruchkanten in das DGM-Modell

Abbildung 5: Import der Linien als Bruchkanten in das DGM-Modell

9. Weiterbearbeitung

Das nun mit Bruchkanten versehene DGM entspricht wieder den Daten des Geometers und steht zur Weiterbearbeitung zur Verfügung.
Bitte kontrollieren Sie nochmals über den Befehl ‚Messen Koordinaten‘ ob Ihre DGM-Daten im Bereich des Nullpunkts liegen.

Tipp

Im weiteren Projektverlauf müssen die Höhen des DGM im Normalfall an die Höhen der Ebenen des Gebäudemodells angepasst werden. Hierzu wird das DGM mittels Befehl ‚Netzpunkt‘ mit den Eingabeoptionen ‚Mod‘ modifiziert. Damit kann das DGM bei vollständiger Aktivierung in X-, Y- und Z– Richtung verschoben werden!

Tipp

Das „Nachkonstruieren“ von Geländepunkten im Falle vorliegender 3D-Daten des Geometers erfolgt am einfachsten in der Isometrie unter mehrfachem Wechsel der Perspektive: Einfach Geländepunkte in der Isometrie an den Schnittpunkten der 3D-Flächen/ 3D-Linien absetzen. Vorteil dabei ist, dass die eingetragene Höhe des Punktes im Menü irrelevant ist. Der Punkt sitzt auf der Höhe gemäß Isometrie!

Abbildung 6: Netzpunkt modifizieren ermöglicht die komplette Verschiebung des DGM auch in Z-Richtung auf Höhe der gewünschten Ebene des Gebäudes

Abbildung 6: Netzpunkt modifizieren ermöglicht die komplette Verschiebung des DGM auch in Z-Richtung auf Höhe der gewünschten Ebene des Gebäudes

Das DGM wird nun auf eine neues TB in 3D-Elemente gewandelt: Hierzu wird der Befehl ‚DGM-Elemente in 3D-Elemente wandeln‘ ausgeführt, die Teilbildauswahl öffnet sich und Sie wählen ein freies Teilbild aus, auf welchem die gewandelten Modell-Daten abgelegt werden. Wichtig: beachten Sie die Einstellung der Befehlsoptionen und wählen Sie ‚Körper‘ beim Erzeugen der 3D-Daten aus. Geben Sie bei der darauffolgenden Abfrage die gewünschte Unterkante des zu erzeugenden 3D-Körpers an, die i.d.R. etwas unterhalb des vorgeschlagenen Wertes liegt.

10. Kopieren Sie die 3D- Daten aus dem in Schritt 9 angelegten TB auf ein weiteres freies Teilbild und wechseln Sie zu diesem. Nun wenden Sie auf das 3D-Modell den Befehl ‚3D-Körper in Architekturebenen wandeln‘ an. Dieser befindet sich in Modul Gelände/ Städtebau, sowie in Modul Architektur/ Allgemein: Dächer, Ebenen, Schnitte.

Abbildung 7: 3D-Körper in AR-Ebenen steht in 2 Modulen zur Verfügung

Abbildung 7: 3D-Körper in AR-Ebenen steht in 2 Modulen zur Verfügung

Prüfen Sie zum Abschluss noch die Einstellung der nun erzeugten Ebenen und ändern Sie ggf. die Layereinstellung auf den richtigen Layer AR-Ebenen: Palette Eigenschaften öffnen und das komplette Ebenen-Modell aktivieren. Wählen Sie im Pull-Down-Menü Layer den Layer für EbenenAR-Ebenen ‚ per Doppelklick aus und aktivieren Sie Stift, Strich und Farbe von Layer.

Das Ebenen- Modell ist nun soweit erstellt, um mit Architekturbauteilen wie Decke, Bodenfläche u.dgl. zum Gelände mit Außenanlagen ausstaffiert zu werden.

Layer AR_EB Ebenen

Layer AR_EB Ebenen

Autor : Dieser Beitrag wurde erstellt von md2 architekten – Bernd Mattern

Ich hoffe wir konnten  Euch weiterhelfen, für weitere Fragen oder auch Bestellungen könnt Ihr Euch selbstverständlich gerne wieder an uns wenden.

Viel Spass mit Allplan wünscht Euch

Dipl.-Ing. (FH) Frank Will fwill